Warehouse Management

Materialfluss für Ritter Sport wird selbst konfiguriert

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Projektspezifische Programmierung ist nicht mehr notwendig

Im Verlauf einer siebentägigen Schulung im Oktober 2012 wurden zunächst die beiden Softwareprodukte und die Oracle-Datenbanken auf den Servern der CAL Consult und des Ritter-Sport-Lagers installiert. Anschließend erfolgte die systematische Erarbeitung der Funktionen von Mat-Control und Mat-Studio sowie die Abbildung aller Anlagenkomponenten, Wegstrecken und Strategien im System. Auf dem Programm stand außerdem die Konfiguration von Schnittstellen – insbesondere zum bisherigen LVS, zu CAL-WMS und zur Anlage. Am letzten Schulungstag ging es schließlich darum, die erstellten Anlagenkonfigurationen mittels der umfassenden Testfunktionen und Möglichkeiten der Anlagensimulation in Mat-Studio Graphics zu überprüfen und zu optimieren. Die Materialflusssteuerung war nach diesem Workshop bereit für reale Tests mit der Anlage. Da durch Mat-Studio Graphics keine projektspezifische Programmierung mehr notwendig ist, können die Konfigurationen innerhalb von eineinhalb Wochen im Rahmen einer Schulung von den Anwendern selbst erstellt werden. Üblicherweise dauerte die projektspezifische Programmierung je nach Lager bisher mindestens vier bis sechs Wochen.

Im Dezember 2012 führte die CAL gemeinsam mit den Verantwortlichen der Niederlassung und dem Geschäftsbereich Kontraktlogistik der Nagel-Group-Zentrale an drei Wochenenden die realen Tests mit der Anlage und für die Anbindung des bisherigen LVS durch. Die Firma Sysmat unterstützte die CAL dabei lediglich bei Bedarf. Am dritten Wochenende fand außerdem das Go-live der Anlage unter dem bisherigen LVS statt. Im März und April 2013 richtete die CAL dann die Kommunikation zwischen dem Materialflussrechner Mat-Control und dem neuen Lagerverwaltungssystem CAL-WMS ein und prüfte diese ausgiebig im Testmodus von Mat-Studio Graphics. Das Softwaretool bietet hier umfangreiche Visualisierungsfunktionen, sodass die CAL-Mitarbeiter für die Tests ihr Büro nicht verlassen mussten.

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Für den laufenden Betrieb war dies ein Vorteil, da das Lager für diese Trockentests sozusagen nicht angefasst werden musste. Die realen Tests mit der Anlage unter CAL-WMS konnten an nur drei Wochenenden durchgeführt werden. Eine Funktion des Testmodus von Mat-Studio, die in diesem Fall nicht zum Einsatz kam, jedoch generell noch eine weitere Zeitersparnis ermöglicht, ist die automatische Generierung von Testaufträgen durch die Software. Das zeitaufwendige manuelle Erzeugen von Testaufträgen sowie die manuelle Wiederherstellung des Ursprungszustands der Anlage entfallen.

Am dritten Testwochenende im Ritter-Sport-Lager Ende Mai 2013 fand dann nur noch ein letzter Massentest statt, am 31. Mai 2013 erfolgte das endgültige Go-live von CAL-WMS. Durch die ausgiebige Nutzung der Testfunktionen im Vorfeld gab es nach dieser außergewöhnlich kurzen Testphase mit der Anlage keine Behinderungen oder einen Lieferverzug im laufenden Betrieb. ■

* Rainer Schulz ist Geschäftsführer bei der Sysmat GmbH in 63533 Mainhausen, Tel. (0 61 82) 82 65-8 03, info@sysmat.de

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