After Sales Management

Modulare Logistik belebt das Ersatzteilgeschäft

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Nach Peter Diehsles Worten, Manager Global Service and Parts bei der Daimler AG, die ihre gesamte weltweite Logistiksteuerung aus Germersheim heraus betreibt, spielt das Thema Outsourcing im Moment noch nicht die tragende Rolle. „Das Gros der Lagerabwicklung bestreiten wir noch mit eigenen Mitarbeitern. Das Thema Vergabe an Dienstleister ist bei uns noch ein sehr verhaltenes“, so Diehsle.

Ford unterhält „Satelliten“ rund um das Zentrallager

In Germersheim bewirtschaftet der Automobilbauer ein gigantisches Gelände auf einer Insel mit 1,7 Mio. m², die von Altrhein-Armen umgeben ist. „Wir haben ungefähr 550 000 Ersatzteile in unserer Netzwerkorganisation, das wird hier gelagert, und wir können zusätzlich noch einmal etwa 500 000 Ersatzteile für spezielle Kundenwünsche bestellen oder auch für Fahrzeuge, die älteren Datums sind“, erklärt Diehsle.

Wenn der Logistikmanager von Germersheim redet, meint er damit auch noch fünf „Satelliten“, die in einem engen Radius um das Zentrallager herum drapiert und auf spezielle Teil-Segmente spezialisiert wurden. Beispielsweise ein Lager, wo ein spezielles Kompetenzzentrum für Blech und Glas aufgebaut wurde, weil man weiß, dass es sich dabei um schwierige Teile handelt und man spezielle Voraussetzungen braucht, um sie zu lagern und abzuwickeln.

Ebenfalls mit der weltweiten Ersatzteilversorgung beschäftigt sich Bernd Müller, Geschäftsführer der Wincor Nixdorf Logistics GmbH. Ohne ihn und sein Unternehmen geht finanziell nichts, könnte man sagen, denn ein großer Teil des Geschäftes sind beispielsweise Ein- und Auszahlsysteme für Geld (Cash) — der klassische Geldautomat also, aber auch Einzahlsysteme für Banknoten und Belege im Selbstbedienungs-(SB-)Betrieb. Kunden sind daher stark im Banken-Sektor zu finden, aber auch der Retail-Bereich, beispielsweise Ikea oder die Rewe-Gruppe, nutzt die Maschinen.

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