After Sales Management

Modulare Logistik belebt das Ersatzteilgeschäft

04.06.2010 | Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Bernd Maienschein

Jürgen Graf, Geschäftsführer der Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau: „Würth hat in seiner Unternehmensphilosophie massiv verankert zu wachsen.“
Jürgen Graf, Geschäftsführer der Adolf Würth GmbH & Co. KG in Künzelsau: „Würth hat in seiner Unternehmensphilosophie massiv verankert zu wachsen.“

Leistungsfähige, gleichzeitig effiziente Strukturen im After-Sales-Bereich sollen die kostengünstige Versorgung mit Ersatzteilen sichern. Gleichzeitig sind sie darauf ausgelegt, einen wesentlichen Beitrag zur langfristigen Kundenbindung zu leisten. Denn wer zufrieden ist, kommt in aller Regel wieder.

In verschiedenen Branchen haben sich sehr individuelle logistische Ausprägungen der Ersatzteilversorgung durchgesetzt. Letztlich geht es dabei immer um die beiden konkurrierenden Ziele des möglichst hohen Service-Levels und seines Widerparts, der Kosteneffizienz. Deutlich wird die fortschreitende Modularisierung der Logistik am Beispiel der Firma Würth, Marktführer in der Verbindungstechnik, die in diesem Jahr auf 65 Jahre Firmengeschichte blickt.

Geschäftsführer Jürgen Graf kann in Deutschland auf rund 420 000 Kunden bauen, überwiegend Handwerksbetriebe, Schreiner, Zimmerleute, Metallbauer und Kfz-Werkstätten, die aus einem Sortiment von 120 000 Artikeln wählen können. „Würth hat in seiner Unternehmensphilosophie massiv verankert zu wachsen“, so Graf.

Multi-Channel-Vertrieb bei Würth entspricht den Kundenbedürfnissen

Um der Stagnation entgegen zu wirken, die etwa im Jahr 2000 einsetzte, hat sich sein Unternehmen deshalb den Multi-Channel-Vertrieb einfallen lassen, eine Art „modulare Logistik“. Würth beschloss, den unterschiedlichen Kundenbedürfnissen mit unterschiedlich ausgerichteten Verkäufern und Vertriebsstrukturen Rechnung zu tragen. Aus den Anfang der 2000er-Jahre rund 70 Shops, die Würth damals unterhielt, sind inzwischen etwa 350 geworden. Im Schnitt hat Grafs Worten zufolge kein Würth-Kunde deshalb noch mehr als 15 km zurückzulegen, um in eine Niederlassung zu kommen.

Die neue Würth-Strategie wird von drei Themen mit entsprechenden Modulen dominiert: Beschaffung, Kommissionierung und Distribution. Und diese Strategie zeitigt Erfolg: Im März 2010 konnte Graf einen neuen Rekord beim Auftragseingang feiern — nicht zuletzt dank der vielfältigen „Multi-Channel-Vertriebskanäle“.

Kommentare werden geladen....

Kommentieren Sie den Beitrag

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Whitepaper

Gehaltsreport IT und Industrie 2018

Verdienen Sie genug? Der große Gehaltsreport IT & Industrie

Was verdienen Arbeitnehmer in den unterschiedlichen Branchen konkret? In welchem Bundesland sind die Unternehmen besonders spendabel? Wie viele Wochenarbeitsstunden werden geleistet und wie zufrieden sind die Mitarbeiter? Wir haben nachgefragt. lesen

Technologietrends 2018

Die Top Technologietrends für 2018 in der Industrie - Teil 1

In den schnelllebigen Zeiten der Digitalisierung ist es häufig schwer, stets auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Lesen Sie jetzt, welche acht Trends dieses Jahr im Fokus der Industrie stehen. lesen

Verteilt dezentrale Netzwerke

So revolutioniert Blockchain die Logistik

Bei Logistikern herrscht in Sachen Blockchains noch Unsicherheit. Hier erfahren Sie, wie die Technologie funktioniert und welche Einsatzmöglichkeiten es für sie im Supply Chain Management gibt! lesen

DER NEWSLETTER FÜR INDUSTRIE UND HANDEL Newsletter abonnieren.
* Ich bin mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung einverstanden.
Spamschutz:
Bitte geben Sie das Ergebnis der Rechenaufgabe (Addition) ein.
copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 342284 / Distributionslogistik)