Radio-Frequency Identification

RFID für den Mittelstand

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Weit gefehlt, wer der RFID-Technologie nur Prozessverbesserungen in der Konsumgüter-Industrie zutraut. Beispiel Schwerindustrie: Viele Stahlhändler und -verarbeiter kennzeichnen ihre Produkte noch mit Wachsstiften, Kreide oder Farbmarkierungen. Nachteil einer solchen Lösung: In der Regel ist sie wenig systematisch, nicht automatisch lesbar und nicht dauerhaft witterungsbeständig.

Auch Stahlhändler und -verarbeiter setzen auf RFID

Für solche Fälle funktioniert die Stahlträgerkennzeichnung einfach und fachgerecht beispielsweise mit Etiketten von Schreiner Protech. Sie halten Feuchte, Kälte sowie Hitze zuverlässig stand.

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Eine interessante Neuerung aus dem Haus Schreiner Logidata stellt das extrem robuste RFID-Hightech-Label dar. Ob Temperaturen bis 220 °C oder Chemikalien im Lackbad: Das Etikett, das individuell an die jeweiligen Kundenprozesse und Produktionsanforderungen angepasst wird, übersteht selbst schwierige Umweltbedingungen unbeschadet.

Kraftfahrzeugherstellern ermöglicht das Label, Karosserien vor, während und nach dem Lackieren durchgängig zu markieren. Thorsten Kircher, Manager RFID-Projekte bei Schreiner Logidata, gibt eine optimistische Einschätzung des RFID-Einsatzpotenzials: „RFID für sich genommen ist in erster Linie ‚nur‘ eine Basistechnologie. Richtig eingesetzt, hat sie aber ein revolutionäres Potenzial.“

Analyse zu RFID-Einsatzpotenzialen präsentiert

Mit einem prozess- und erfahrungsbasierten Analysemodell zur systematischen Identifikation und Bewertung von RFID-Einsatzpotenzialen hat sich Dr.-Ing. Sebastian Franz Resch, Vice President Supply Chain Management bei der MTU-Maintenance Berlin-Brandenburg, für den Wissenschaftspreis Logistik der Bundesvereinigung Logistik (BVL) beworben. Reschs Methode identifiziert die RFID-Potenziale und bewertet sie.

Dabei stellt er heraus, dass RFID ein Enabler ist für neue Supply-Chain-Strategien. Neben dem hochkomplexen Ansatz mit wissenschaftlichem Anspruch gibt es auch eine „abgespeckte“ Version des IT-Tools für kleine und mittlere Unternehmen.

RFID auch für den Arbeitsschutz eingesetzt

Moderne RFID-Technologie kann indes nicht nur zur Produktidentifikation genutzt werden: Sie vermeidet beispielsweise schwere Verletzungen beim Rückwärtsfahren mit Gabelstaplern. Zwar sind Warntöne beim Einlegen des Rückwärtsgangs fest vorgeschrieben, in einer industriellen Umgebung wird dieser Warnton jedoch schnell zur Gewohnheit. Das französische Forschungsinstitut für Arbeitssicherheit (INRS) hat die in Vallendar ansässige U-Tech GmbH damit beauftragt, ein Warnsystem für Flurförderzeuge zu entwickeln, das solche oft tödlichen Unfälle zu vermeiden hilft.

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