Bestandskontrolle Risiko-Management-Systeme sichern Lieferfähigkeit

Redakteur: Claudia Otto

Fehlerhafte Bestände bedrohen die Lieferfähigkeit und stören die Produktionsabläufe. Mit statistischen Methoden lassen sich diese Risiken minimieren. Risiko-Management-Systeme liefern neue Lösungsansätze.Jörg Ökonomou

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Der Kommissionier-Auftrag ist eindeutig: Zehn Stück eines bestimmten Artikels sollen aus dem betreffenden Regalfach genommen werden. Der Arbeiter zählt sorgfältig und legt exakt zehn Päckchen in den Karton. Leider übersieht er jedoch, dass es sich bei den Päckchen um Versandverpackungen handelt, die schon jeweils zehn Stück des gewünschten Produkts enthalten – und der Empfänger freut sich über 90 Gratis-Exemplare.

Der beschriebene Fall ist eine typische Ursache für Fehlbestände, die trotz moderner IT-Systeme immer wieder auftreten. Im schlimmsten Fall werden sie erst erst dann bemerkt, wenn der Kommissionierer bei einer späteren Bestellung ins Leere greift und den Auftrag nicht ausführen kann. Für das Unternehmen kann dies Umsatz- und Kundenverluste zur Folge haben.

Auf die erfassten Bestände muss Verlass sein

Trotz menschlicher Fehler müssen deshalb die physischen Bestände verlässlich im IT-System abgebildet werden. Viele Unternehmen behelfen sich mit Maßnahmen, wie der „0-Durchgangs-Kontrolle“. Dabei wird jede Lagerposition geprüft, sobald das IT-System den Bestand „0“ oder einen anderen vorher festgelegten Wert meldet.

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