Lagersysteme

Roboter fürs Lager

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Vor allem in der Chemiebranche werde die Fasskommissionierung zunehmend von Robotern vorgenommen. Die Palettierung übernimmt dort der Roboter. „Es kommt dort auf den genauen Bestückungsort der Gebinde an und auch darauf, das Gleichgewicht zu halten. Dazu benötigt man eine entsprechend gute Bilderkennung und hohe Rechenleistung“, erläutert Thomas Wicht.

Lager-Roboter in der Chemiebranche, Handel und Logistik gefragt

Aber auch im Bereich des Handels und der Logistik sei der Roboter einsetzbar. Er kann beispielsweise die Ware auf Beschädigung überprüfen und sie dann entsprechend palettieren. „Das heißt, die ganze Handarbeit entfällt. Aber auch in der Lebensmittelindustrie, zum Beispiel bei Milchpaketen, die gut greifbar sind, findet man Roboter verstärkt vor. Vereinfacht gesagt, immer dann, wenn sich das Geschäft in der nächsten Zeit nicht ändert, lohnt der Einsatz von Robotern“, erzählt Wicht weiter.

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Der Vorteil der Roboter, dass sie speziell auf die einzelnen Arbeiten abgestimmt sind, ist nach Aussage von Wicht auch ihr Nachteil, weil sie nicht sehr flexibel umrüstbar sind. „Ändern sich beispielweise Verpackungsgrößen oder teilweise das Geschäft, sind Roboter nicht so rentabel einsetzbar“, sagt Wicht und fährt fort: „In der reinen Kontraktlogistik findet man deshalb den Roboter so gut wie überhaupt nicht– außer der Kontraktlogistiker hat einen sehr lange laufenden Vertrag mit seinem Kunden. Kann man auf die nächsten fünf bis zehn Jahre auf das Geschäft vertrauen, dann kommt der Roboter zum Einsatz.“

Bei hohen Gewichten sind Roboter im Lager schnell rentabel

Habe man allerdings Gebinde mit hohen Gewichten, dann rechne sich eine solche Anlage relativ schnell, weil man dann unter Umständen mit einem Roboter zwei bis drei Arbeiter einsparen kann. „Dort dürfte sich der Turnaround nach ein bis zwei Jahren einstellen“, ist sich Thomas Wicht sicher.

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