Anschlagen von großen Bauteilen

Sicheres Lasthandling Dank Gleichlaufregelung von Kran, Katze und Hubwerk

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Die beteiligten Laufkrane werden im Tandembetrieb elektronisch miteinander gekoppelt. Die Kommunikation zwischen den beiden ABUControl-Steuerungen verläuft über eine sichere Industrie-Datenfunkverbindung auf Basis des Bluetooth-Protokolls. Hier stimmen die SPSen ihre Betriebsparameter ab und synchronisieren die Einstellungen. Dabei werden auch die Fahr- und Hubprofile angeglichen, die an jedem Kran individuell eingestellt werden können. ABUControl synchronisiert so Parameter und Betriebsdaten in Echtzeit zwischen den Kranen. Sowohl dynamische Größen wie die angehängte Last, Geschwindigkeiten und Abstände als auch Schaltzustände wie Grenzschalter, Hubbegrenzer und Überlastsicherungen sind jeweils beiden Kranen bekannt und werden für die Regelungsberechnungen und Anhaltevorgänge im Endschalterbereich berücksichtigt.

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Konstanter Abstand und sicheres Schalten

Bei funkgesteuerten Kranen darf die Fahrgeschwindigkeit bis zu 60 m/min betragen. Der Bediener kann sich mit dem Sender an einen sicheren Standort begeben, von dem aus er die Last vollständig im Blick hat. Verfährt eine angehängte Maschine Langgut oder sperriges Material mit solch einer zügigen Geschwindigkeit durch die Halle, kann ein Auseinanderlaufen der Krane zu gefährlichen Lastsituationen führen. Ein konstanter Abstand der Krane zueinander ist somit das höchste Gebot der Sicherheit in diesem Zusammenhang. ABUControl ermittelt die Distanz mittels Laserdistanzsensor zwischen dem Kran und seinem Gegenkran. Anpassungen des Abstands werden in engen Toleranzgrenzen durch Geschwindigkeitsveränderung mittels Frequenzumrichter vorgenommen. Auch zwischen zwei Katzen kann auf die Entfernungsmessung mittels Laserstrahl gesetzt werden. Hier prüfen die Seilzüge jeweils ihren Abstand in Richtung Kranende und errechnen daraus die Position auf dem Hauptträger.

Kommt die Entfernungsmessung per Laser zum Einsatz, entfallen dadurch in der entsprechenden Kranachse die sonst üblichen Reflexionslichtschranken der Zusammenfahrsicherung. Deren Funktion wird durch die Lasermessung übernommen. Die Einstellung geschieht dabei äußerst komfortabel per Webinterface und WLAN-Zugriff. Der Bediener loggt sich am Kran mittels Tablet ein und ruft per Browser das ABUS Kran OS auf. Auf übersichtlich gestalteten Seiten kann der jeweils aktuelle angefahrene Abstand von Kran oder Katze zum Reflektor als Schaltpunkt der Vor- oder Endabschaltung gesetzt werden.

Die Zusammenfahrsicherung ist aktiv, wenn die Krane unabhängig voneinander im Einzelbetrieb verwendet werden. Dabei ist gewährleistet, dass die Laufkrane positionsunabhängig ab einem gewissen Abstand zueinander die Geschwindigkeit reduzieren und kurz vor dem Zusammenstoßen vollständig stehen bleiben. Zwar kompensieren die Zellpuffer der Fahrwerksträger der Krane selbst einen Zusammenstoß beider Krane mit voller Geschwindigkeit, dennoch ist ein starkes Lastpendeln hierbei zu erwarten, was bei sensibler Ladung zu Beschädigungen führen kann.

Sicherer Kranbetrieb durch SPS und CAN-Bus

Die Steuerungs- und Regelungsmöglichkeiten durch SPS und CAN-Bus erhöhen den Komfort, die Bediensicherheit und vereinfachen das Anschlagen der Last. ABUControl ermöglicht eine Gleichlaufregelung beim Kran- und Katzfahren sowie am Hubwerk. Bei letzterem wird zudem noch die unterschiedliche Belastung verschiedener Hubantriebe durch ungleichmäßige Lastverteilung automatisch ausgeglichen, sowohl zwischen Katzen auf einem als auch auf zwei Kranen.

Durch Laserdistanzsensoren zur modernen Entfernungsmessung zwischen Kranen im Tandembetrieb agieren auch zwei sonst unabhängige Krane als sichere Maschine und sorgen für einen gleichbleibenden Abstand. Im Einzelbetrieb beider Laufkrane sorgt die Lasermessung wiederum für eine zuverlässige Vor- und Endabschaltung als Kollisionsschutz.

* Alexander Kalcher ist technischer Redakteur bei der Abus Kransysteme GmbH in 51647 Gummersbach, alexander.kalcher@abus-kransysteme.de

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