Siemens jubelt Siemens Mobility meldet Milliarden-Rekordauftrag in Nordamerika

Redakteur: Peter Königsreuther

Vom US-amerikanischen Unternehmen Amtrak hat Siemens Mobility einen Auftrag über 3,4 Milliarden US-Dollar erhalten. Es geht um die Entwicklung, den Bau und die Wartung diverser Schienenfahrzeuge.

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Großer Fang! Siemens Mobility gibt bekannt, in den USA von Amtrak einen Rekordauftrag im Schienenfahrzeugbereich an Land gezogen zu haben. Es sei der größte, den die Konzernsparte in Nordamerika je hatte.
Großer Fang! Siemens Mobility gibt bekannt, in den USA von Amtrak einen Rekordauftrag im Schienenfahrzeugbereich an Land gezogen zu haben. Es sei der größte, den die Konzernsparte in Nordamerika je hatte.
(Bild: Siemens)

Bei den Zügen, um die es im Rahmen des milliardenschweren Rekordauftrags geht, handelt es sich nach Aussage von Siemens auch erstmals um umweltverträglichere Venture-Typen mit Hybridantrieb mit Batterie. Insgesamt sollen 73 Schienenfahrzeuge von 2024 bis 2030 geliefert werden. Wenn gewünscht, winke eine Auftragsaufstockung auf 140 Züge. Das passt ins Bild, denn Amtrak bemüht sich seit Jahrzehnten um eine umfassende Modernisierung des Transportwesens in den USA. Unter den 73 Zügen werden auch Varianten mit Zweikraftantrieb sein, eine Kombination aus Diesellok und Stromversorgungswagen. Sie haben den Vorteil, mit Strom oder Diesel betrieben werden zu können. Amtrak erhoffe sich mehr Fahrgäste und positive Effekte auf die Umwelt.

US-Schienenverkehr rollt in die digitale Zukunft

„Darüber hinaus wird Amtrak über unsere digitalen Dienste Echtzeitinformationen zum Fahrzeugbetrieb erhalten. So wird die Effizienz und die Sicherheit bei der Beförderung der Passagiere noch zusätzlich erhöht“, merkte Michael Peter, CEO von Siemens Mobility, an.

Die Siemens-Züge dieser Generation sind laut Hersteller mit komfortableren Sitzen, individuellen Strom- und USB-Anschlüssen, Wi-Fi, einer verbesserten Beleuchtung sowie Panoramafenstern ausgestattet. Es werde eine zeitgemäße Bordgastronomie plus Selfservice-Optionen geben. Die Art der Reiseinformationen werde modernisiert und ein digitales Sitzplatzreservierungs-System sowie Navigationsanzeigen werten die Fahrzeuge auf. Die Züge wurden außerdem auf Basis der neusten Gesundheits- und Sicherheitsstandards konzipiert. Deshalb haben sie eine moderne Heizungs-, Lüftungs- und Klima-(HLK-)Anlage, berührungslose Armaturen in den Waschräumen sowie automatische Stufen.

Kalifornien wird zur Schienenfahrzeug-Schmiede

Gebaut werden die Schienenfahrzeuge bei Siemens in Sacramento, heißt es weiter. Die Siemens-Tochter existiert seit 30 Jahren und beschäftigt rund 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die umweltfreundlicheren Züge sollen in Zukunft in Maine, Massachusetts, New York, North Carolina, Oregon, Vermont, Virginia und Washington rollen. Das sei der gesamte Nordostkorridor der Vereinigten Staaten.

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