Rollenförderer

Staudrucklos Behälter fördern — intelligent und durchdacht

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Rollenbahnsysteme für manuelle Arbeitsplätze

Kernstück der teilautomatisierten Arbeitsbereiche sind jeweils zwei platzsparend übereinander angeordnete Rollenbahnen. Die untere transportiert leere Kommissionierbehälter zu den zehn bis zwölf Arbeitsplätzen, die entlang der – je nach Briefzentrum 22 bis 60 m langen – Anlage verteilt sind. Nach Bedarf entnehmen die Mitarbeiter die Behälter und platzieren sie in ihrem Sortiermagazin. Anschließend werden sie auf der oberen Rollenbahn abgesetzt, die den weiteren Transport zur Verladestelle übernimmt.

Der große Vorteil der anschlussfertigen Intelliveyor-Rollenbahnmodule im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit ergibt sich durch ihren Antrieb. Gefördert wird in der Tat nur dann, wenn auch tatsächlich eine Förderbewegung notwendig ist. Für die Kunden macht sich dies durch eine Energieeinsparung von bis zu 70% und deutlich reduzierten Verschleiß im Vergleich zu herkömmlichen 400-Volt-Systemen bemerkbar.

Die interne Steuerung der Interroll-Rollenbahn übernimmt die autark arbeitende Z-Card. Sie ist standardmäßig in jedem Intelliveyor-Modul verbaut und verwandelt eine Rollenbahn in einen intelligenten Einzelplatzförderer, der jedem Transportgut seine eigene Zone im Förderfluss zuweist. Eine übergeordnete Steuerung ist für diesen Förderertyp nicht notwendig, kann aber jederzeit angeschlossen werden. So können Stückgüter berührungslos aufgepuffert und je nach Bedarf weitertransportiert werden, um einen insgesamt kontinuierlichen Förderfluss zu erreichen. Übergeordnete Steuerungen übernehmen nur die Aufgabe der Materialflusssteuerung.

Einbau der Fördereinheiten nur zu Schwachlastzeiten

Alle Interroll-Intelliveyor-Module sind vorgefertigt, das heißt einbau- und gebrauchsfertig. So konnten die Einbauzeiten bei der Deutschen Post schnell und zügig per Plug and Play erfolgen. Die besondere Herausforderung lag dort bei der Berücksichtigung der Zeitfenster. Jeweils ausschließlich von Montag bis Mittwoch, während der sogenannten Schwachlastzeiten, konnte die Anlieferung und Installation des Intelliveyor stattfinden. Der Betrieb der Verteilzentren durfte nicht eingeschränkt werden.

Nach dem Einbau von vier Pilotanlagen im Jahr 2006 belieferte Interroll im Rollout des Jahres 2007 weitere 62 Anlagen der Deutschen Post. Im Zeitraum von 20 Kalenderwochen wurden im Wochenrhythmus jeweils drei Anlagen installiert. Jetzt findet Behältertransport auf insgesamt 3,4 km Förderstrecke in 66 verschiedenen Standorten in ganz Deutschland statt.

Dr.-Ing. Heinrich Droste ist Managing Director der Interroll Automation GmbH in Sinsheim.

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