15. Hermes-Barometer Unternehmensübergreifende Probleme beim Green Supply Chain Management

Hermes International geht mit regelmäßigen Befragungen Themen wie Logistik 4.0, Supply Chain Risk Management oder auch Nachhaltigkeit auf den Grund. Im Hermes-Barometer werden die Ergebnisse kostenfrei veröffentlicht.

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Während 2020 noch 24 Prozent der Befragten der Meinung waren, wenig Einfluss auf das Verhalten ihrer Zulieferer der nachgelagerten Unternehmen zu haben, waren es 2021 schon 39 Prozent.
Während 2020 noch 24 Prozent der Befragten der Meinung waren, wenig Einfluss auf das Verhalten ihrer Zulieferer der nachgelagerten Unternehmen zu haben, waren es 2021 schon 39 Prozent.
(Bild: Hermes International)

Zweimal jährlich, zuletzt im Zeitraum Oktober/November 2021, werden 200 Logistikentscheiderinnen und -entscheider deutscher Unternehmen zu aktuellen Trends der Branche telefonisch befragt. Das 15. Hermes-Barometer zum Thema „Green Supply Chain Management“ hat wieder einige überraschende Ergebnisse parat. So hat beispielsweise die Zahl der Unternehmen, die ihren CO2-Fußabdruck dokumentieren, in den vergangenen Monaten stark zugenommen. Dass es jetzt und in Zukunft von entscheidender Bedeutung ist, ökologische und soziale Kriterien in ihre Zielsysteme und Entscheidungen zu integrieren, bejahen 74 Prozent der befragten Logistikverantwortlichen. Bei Hermes ist man sich sicher, dass die momentane pandemische Lage daran nicht ganz unschuldig ist.

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum nachhaltigen Konsum verstärkt – und so hat Nachhaltigkeit auch für Auftraggeberinnen und Auftraggeber nochmals an Bedeutung gewonnen.

Stephan Schiller, CEO Hermes International

Daraus leitet Schiller den Anspruch in der Logistik ab, diesen veränderten Anforderungen nicht nur Rechnung zu tragen, sondern die Nachhaltigkeit auch zukunftsgerichtet weiter voranzutreiben. Zurückführen lässt sich diese Entwicklung insbesondere auf ein gestiegenes Umweltbewusstsein. Wenn da nicht ein klares „Aber“ wäre: Zu oft noch mache dieses Umweltbewusstsein an der Unternehmensgrenze halt. Denn 61 Prozent der befragten Verantwortlichen stimmten der Aussage zu, dass sie nur mäßigen Einfluss auf das Verhalten ihrer eigenen Zulieferbetriebe und fast gar keinen Zugriff auf das der nachgelagerten Unternehmen hätten. Das sind 6 Prozent mehr als im Vorjahr gemessen.

Was also tun?

Um diese Situation zu verbessern, wünschen sich die Logistikverantwortlichen Unterstützung durch ihre Dienstleister. 54 Prozent der Befragten stimmen beispielsweise der Aussage zu, dass Logistikdienstleister sie bei der Reduktion der Kohlenstoffdioxid-Emissionen beraten sollten. Der wirkliche Wandel zum Green Supply Chain Management steht also noch ziemlich am Anfang. CEO Schiller: „Für Unternehmen gilt es, nun aktiv in den Prozess einzusteigen, um die eigene Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit langfristig zu sichern.“

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