Logistik-Software Werkzeug bewertet produktionslogistischen Reifegrad

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) in Stuttgart und das Institut für Fabrikanlagen und Logistik (IFA) der Leibniz-Universität Hannover haben eine neuartige Systematik zur ganzheitlichen Analyse und Gestaltung der Produktionslogisik entwickelt und in einem Softwarewerkzeug abgebildet.

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Das Gemeinschaftsprojekt „Reifegradbasierte Entwicklungspfade zur leistungssteigernden Gestaltung der Produktionslogistik in kleinen und mittleren Unternehmen“ (Prodlog) wurde von der Bundesvereinigung Logistik (BVL) betreut und über die Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen „Otto von Guericke“ (AiF) aus Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert.

Konfigurationsfehler lassen sich systematisch beheben

Das Werkzeug erlaube dem Anwender für alle Gestaltungsfelder der Produktionslogistik wie Logistikziele, Funktionen oder dahinter stehende Prozesse die Güte der produktionslogistischen Leistungsfähigkeit seines Unternehmens umfassend zu bewerten. Durch die entwickelte Software und die darin abgebildete Logik hat der Anwender nicht nur die Möglichkeit, aufwandsarm die wichtigsten Konfigurationsfehler der Produktionslogistik wie beispielsweise nicht ausreichende Werkzeugunterstützung oder divergierende Akteursinteressen im Unternehmen zu identifizieren und die identifizierten Konfigurationsfehler in ihrer Auswirkung auf den logistischen Reifegrad zu bewerten.

Er erhält gleichzeitig eine Methodensammlung, die es erlaubt, die identifizierten Konfigurationsfehler systematisch und abgestimmt zu beheben. Hierdurch würden potenzielle Handlungsfelder und, basierend auf hinterlegten Maßnahmen, Möglichkeiten zur gezielten Verbesserung des vorliegenden produktionslogistischen Reifegrads aufgezeigt. Ein erster wichtiger Schritt, um das bislang vorherrschende symptomorientierte, lokale Beheben von Konfigurationsfehlern abzulösen.

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