Druck wird höher Bosch spürt wachsende Konkurrenz aus China

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Chinesische Unternehmen visieren derzeit verstärkt Europa und Deutschland als alternative Absatzmärkte zu den USA an. Unter anderem bekommt das Bosch zu spüren ...

Bosch machte im Rahmen einer Nutzfahrzeugmesse in Hannover klar, dass chinesische Hersteller allmählich immer mehr Boden in Europa gewinnen. Deshalb fordert nicht nur Bosch, dass der Industrial Accelerator Act der EU möglichst schnell umgesetzt wird ...(Bild:  Bosch)
Bosch machte im Rahmen einer Nutzfahrzeugmesse in Hannover klar, dass chinesische Hersteller allmählich immer mehr Boden in Europa gewinnen. Deshalb fordert nicht nur Bosch, dass der Industrial Accelerator Act der EU möglichst schnell umgesetzt wird ...
(Bild: Bosch)

Der Wettbewerb durch chinesische Unternehmen in der europäischen Nutzfahrzeugindustrie nimmt nach Ansicht des Technologiekonzerns und Zulieferers Bosch zu. „Wir sehen natürlich, dass chinesische Hersteller zunehmend am Markt präsent sind, um sich zu etablieren“, so der Chef der Bosch-Mobilitätssparte, Markus Heyn. Sowohl China als auch die USA versuchen ihm zufolge – wenn auch mit sehr unterschiedlichen Strategien – die lokale Wertschöpfung in ihren Ländern zu fördern. „Es liegt nun allmählich an der EU, zu sagen, dass wir auch in Europa lokale Wertschöpfung haben wollen“, kommentierte Heyn und verwies auf das geplante Industriegesetz (Industrial Accelerator Act = IAA), das die EU-Kommission im Frühjahr als Entwurf vorgestellt hatte. Dessen Ziel ist die Industrie in der EU zu stärken. Dafür sollen Güter Made in Europe bei öffentlicher Vergabe bevorzugt werden.

Auch günstigste EU-Standorte helfen nicht viel

Jüngst hat auch der Gesamtbetriebsrat Bosch Mobility angesichts des Konkurrenzdrucks eine zügige Umsetzung des IAA gefordert. „Wenn Europa nicht für faire wechselseitige Handelsbedingungen eintritt, dann gefährdet das die Wettbewerbsfähigkeit der Zulieferer, weil die Voraussetzungen im chinesischen Markt ganz anders sind als in Europa“, merkte Heyn dazu an. Und selbst wenn man dann in Europa an den günstigsten Standorten produziere, könne man diesen strukturellen Nachteil kaum kompensieren. Der Bosch-Konzern ist nicht zuletzt als weltweit größter Autozulieferer bekannt und leidet unter den allgemeinen Problemen sowieso. Denn 2025 lag der Umsatz von Bosch bei 91 Milliarden Euro. Wie viele andere Unternehmen in der deutschen Autoindustrie auch, hatte Bosch zuletzt schwer zu kämpfen. Milliardenkosten für einen Stellenabbau, US-Zölle und eine hohe Steuerbelastung drückten den Konzern vergangenes Jahr sogar in die roten Zahlen.

Wettbewerb mit China

Best Practices für den Mittelstand

Von der Kurzarbeit zu 75 % Wachstum

 Thomas Mühleck, CEO | Kurtz Holding
Thomas Mühleck, CEO | Kurtz Holding
(Bildquelle: Kurtz Holding)

Kurtz-CEO Thomas Mühleck verrät in seinem Vortrag beim Industrial Benchmark Summit, wie er innerhalb eines Jahres den chinesischen Markt erfolgreich zurückerobern konnte, nachdem ihm chinesische Wettbewerber Marktanteile abspenstig gemacht hatten. Er führte sein Unternehmen dadurch aus der Kurzarbeit innerhalb eines Jahres zu 75 % mehr Auftragseingang.

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