Kaum Bedarf Deutsche Unternehmen scheuen Kooperation mit digitalen Start-ups

Quelle: dpa

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Die meisten etablierten Unternehmen arbeiten laut einer Studie noch nicht mit digitalen Start-ups zusammen. Es herrsche eher Ablehnung. Hier einige Erklärungen.

Das Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW wollte wissen, wie deutsche Unternehmen zu einer Kooperation mit digitalen Start-ups stehen. Die Antwort: ablehnend! Warum das so ist, wird hier auch erklärt.
Das Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstitut ZEW wollte wissen, wie deutsche Unternehmen zu einer Kooperation mit digitalen Start-ups stehen. Die Antwort: ablehnend! Warum das so ist, wird hier auch erklärt.
(Bild: dpa)

Bei Unternehmen in Deutschland sind die Vorbehalte gegenüber digitalen Start-ups nach wie vor groß, wie die Befragung des Mannheimer Wirtschaftsforschungsinstituts ZEW ergab. Rund die Hälfte der etablierten Unternehmen in der Informationswirtschaft und im verarbeitenden Gewerbe sehe demnach keinen klaren Mehrwert in einer Zusammenarbeit.

Den Angaben zufolge sind sich über 40 Prozent der befragten Unternehmen unsicher, ob die Start-ups die notwendige Reife und Zuverlässigkeit für eine Partnerschaft haben. Auch bezweifelten viele die Überlebensfähigkeit der Start-ups, die sie als Partner dann wieder verlieren würden. Etwa 60 Prozent der Unternehmen geben außerdem an, keine geeigneten Projekte, die eine Kooperation interessant macht, zu verfolgen.

Wenn digitale Start-ups, dann vor allem deutsche Innovatoren

Wie die Studie aber auch offenbart, arbeitet derzeit jedes dritte Unternehmen in der Informationswirtschaft und jedes fünfte im verarbeitenden Gewerbe mit einem digitalen Start-up zusammen oder hat dies in der Vergangenheit getan. Über 95 Prozent dieser Kooperationspartner sitzen in Deutschland, wie dabei herauskam. Als digitales Start-up werden in der Befragung Unternehmen definiert, die maximal zehn Jahre alt sind und innovative Geschäftsideen im Bereich der Digitalisierung oder bei digitalen Diensten verfolgen.

Erläuterungen zu den Befragungsmodalitäten

Bei der repräsentativen Unternehmensbefragung wurden Unternehmen in der Informationswirtschaft (IKT-Branche, Mediendienstleister, wissensintensive Dienstleister) und im verarbeitenden Gewerbe (Chemie und Pharma, Fahrzeugbau, Maschinenbau) befragt. Dazu wurde die quartalsweise erhobene ZEW-Konjunkturumfrage in der Informationswirtschaft im zweiten Quartal 2022 um das verarbeitende Gewerbe erweitert.

Insgesamt beteiligten sich 1.225 Unternehmen mit mindestens fünf Beschäftigten an der Umfrage zum Thema Kooperationen mit digitalen Start-ups. Um die Repräsentativität der Befragungsergebnisse zu gewährleisten, erfolgte eine Hochrechnung der Antworten der Umfrageteilnehmer auf Basis der jeweiligen Branchenzugehörigkeit und Unternehmensgröße.

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