Blechlager

Durch entkoppelte Produktions- und Nachschubprozesse zu mehr Leistung

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Das Regalbediengerät erreicht bei der Längsfahrt Geschwindigkeiten von bis zu 100 m/min, beim Heben von 23 m und beim Ziehen oder Schieben von 20 m. Es lagert die Flachpaletten chaotisch auf freie Plätze im Regalblock ein. Kollisionen verhindert eine automatische Beladehöhenkontrolle, die die Stellplätze unter- und oberhalb des jeweils angewählten Einlagerplatzes überwacht.

Automatische Rücklagerung von Restblechen möglich

Auslagerungen zu den Bearbeitungsanlagen laufen über den Transportwagen der Station 2. Das Ladeportal des Schneidzentrums hebt die Tafeln von der Palette, die der Wagen in die Übernahmeposition fährt.

In umgekehrter Reihenfolge und unter Verwendung des Wechseltisches lagert Doll Restbleche zurück, sofern sie mindestens 50% des ursprünglichen Formats aufweisen. Der mit einer fixen Höhe versehene Transportwagen hat die gleiche Beladehöhe wie der Scherenhubtisch und wird ebenso bedient.

Zur Leistung von Stopa im Bereich der Station 2 gehören auch zwei Schnittstellen, eine mechanische zwischen Station und Portal sowie eine für den Signalaustausch auf der SPS-Ebene, über die das Lagerverwaltungssystem mit dem Produktionssteuerungssystem kommuniziert und letztlich an das ERP-System angebunden ist.

IPC steuert Automatiklager für Bleche

Die Steuerung des Stopacompact-Lagers übernimmt ein Industrie-PC mit integriertem Prozessor. Während der PC für die Bedienung und die Anzeige der Anlagenzustände bereitsteht, steuert der Prozessor die Systemkomponenten. Da er mit einer unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) ausgerüstet ist, wird eine hohe Betriebssicherheit der Anlage gewährleistet.

Holger Reichert deutet auf das 12“-TFT-Display des ergonomischen Bedienpults. Hier können seine Mitarbeiter laufend und in Klartext den Status des Regalbediengeräts ablesen und sich die Lagerblöcke und das Regalbediengerät grafisch visualisieren lassen: „Ein derart komplexes System setzt Erfahrung beim Bedienen voraus. Nach der Schulung durch Stopa und einigen Tagen Praxis ist der Umgang mit dem Lager jedoch bald zur Routine geworden. Zumal die Menüoptionen und -funktionen den Ein- und Auslagerungsvorgängen entsprechend aufgebaut sind und sich das System intuitiv bedienen lässt.“

Reichert hebt auch die Auswertemöglichkeiten hervor und dass Bleche, die Doll über einen Fertigungsauftrag anfordert, jeweils schon zwei Minuten später im Schneidzentrum liegen.

Anlagensteuerung kommuniziert Lagerverwaltungsrechner für raschen Bestandsüberblick

Die Anlagensteuerung kommuniziert mit dem Stopa-Lagerverwaltungsrechner, der die Bestände und Blechdaten verwaltet und durch die permanente Inventur einen raschen Bestandsüberblick erlaubt. Die Lagerverwaltungssoftware ist aber nicht nur für das Stopacompact-Lager, sondern parallel für ein Langgutlager zuständig, das Stopa in derselben Halle installiert hat. Sollte einmal eine Störung auftreten, nutzt der Hersteller die Fernwartungs-Software PC Anywhere und das Modem der Steuerung, um den Fehler vom eigenen Standort aus zu analysieren und zu beheben.

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