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Hafenlogistik Herkules am Terminal

Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Das Hafenumschlagunternehmen Wallmann & Co. aus Hamburg hat seine Krankapazität durch einen neuen LHM 600-Hafenmobilkran vom Kranhersteller Liebherr erweitert.

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Der Kran wurde über den Nord-Ostsee-Kanal transportiert
Der Kran wurde über den Nord-Ostsee-Kanal transportiert
(Bild: Wallmann & Co.)

Es ist bereits der zweite Kran dieser Bauart, der auf dem Multi-Purpose-Terminal am Reiherstieg in Hamburg-Wilhelmsburg in Betrieb genommen wird. Im Tandembetrieb können diese beiden Mobilkräne jetzt Schwergut von bis zu 406 t bewegen. Nur auf dem Wallmann-Terminal in Hamburg können nach Unternehmensangaben derart schwere Lasten in einem Seehafen in Deutschland verladen werden. Den neue, 590 t schwere Hafenmobilkran hat eine Turmhöhe von 38 m und der Ausleger kann auf eine maximale Höhe von 80 m aufgestellt werden. In dieser Position kann er bei einer Verladung am Seil eine maximale Last von 208 t heben. Die Auslegerlänge von 58 m ist für die Abfertigung von Super Post-Panamax Schiffen geeignet, so Walmann & Co. Insgesamt verfügt das Unternehmen über sieben Kräne für den Umschlag von konventionellem Stückgut.

Durch den Nord-Ostsee-Kanal

Bereits am 20. Oktober 2014 wurde der Kran im Rostocker Hafen auf einen Ponton der Bugsier-, Reederei- und Bergungs-Gesellschaft übergesetzt. Zwei Tage später startete dann der Transport von Rostock durch den Nord-Ostsee-Kanal (NOK) nach Hamburg. Der Bugsier-Schlepper „Arion“ bewältigte die Strecke auf der Ostsee, durch die beiden NOK-Schleusen in Kiel-Holtenau und Brunsbüttel sowie die Passage elbaufwärts in 36 Stunden. Hans-Dieter Wilde, geschäftsführender Gesellschafter von Wallmann & Co., sagt über den Neuankömmling: „Mit dem neuen Hafenmobilkran von Liebherr haben wir unsere Leistungsfähigkeit weiter erhöht. Das ist nicht nur gut für uns und unsere Kunden, sondern stärkt auch den Standort Hamburg und macht ihn für import- und exportierende Unternehmen aus dem Hinterland attraktiver. Die Terminals sind inzwischen wasserseitig hochgerüstet. Jetzt müssen aber auch schnellstens die Versäumnisse bezüglich der Infrastruktur – vorrangig auf den Hauptrouten – behoben werden. Insbesondere die entsprechenden abgelasteten Brückenbauwerke müssen instand gesetzt werden, damit die deutschen Seehäfen auch für Großraum- und Schwertransporte erreichbar bleiben.“

Tradition im Schwergut

Wallmann & Co. ist auf den Umschlag von Schwergut- und Projektladung spezialisiert. Zu den Dienstleistungen des vor 92 Jahren gegründeten mittelständischen Hafenunternehmens mit 80 Mitarbeitern gehören neben dem Umschlag auch die Zwischenlagerung sowie seemäßige Verpackung von Maschinen und Anlagenkomponenten. Bestandteil des Leistungskatalogs sind zudem Stauereiarbeiten, Seegüterkontrollen oder Lasch-Arbeiten. Das Terminal umfasst 130.000 m2. Darauf befinden sich mehrere Lager- und Logistikhallen mit einer Gesamtfläche von rund 55.000 m2. Die 640 m lange Kaimauer erlaubt die gleichzeitige Abfertigung von bis zu drei Seeschiffen.

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