Revision, Modifikation, Retrofit

Logistikanlagen geplant modernisieren

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Rechtzeitig Abhilfemaßnahmen bei Produktabkündigungen einleiten

Hier kommt dem Systemlieferanten eine enorme Verantwortung zu. Er hat bei der Realisierung des Systems Komponenten verbaut, die zu der Zeit State of the Art waren. Er muss dem Kunden einen leistungsfähigen Service bieten, der diese Probleme erst gar nicht entstehen lässt. Der Hersteller muss den Markt der Komponenten beobachten und mit seinen Komponentenlieferanten gemeinsam eine Abkündigung von Komponenten rechtzeitig bekanntgeben und Abhilfemaßnahmen aufzeigen. Dabei ist die Zeitschiene stets ein wichtiger Faktor. Eine Produktabkündigung bei namhaften Herstellern kommt nie aus heiterem Himmel, sondern ist mit entsprechenden Zeitabläufen gekoppelt, die genügend Zeit für Gegenmaßnamen lassen.

Aus diesen Informationen werden rechtzeitig Retrofitplanungen abgeleitet, die dem Betreiber aufzeigen, in welchem Zeitrahmen die Ablösung erfolgen sollte, mit welchen Kosten zu rechnen ist und welche sonstigen Auswirkungen zu beachten sind. Dabei ist die zeitliche Abwicklung von großer Bedeutung für den Kunden. Eine Planung sollte stets die erforderliche, zum Teil sehr hohe Investition berücksichtigen und diese, wenn möglich, über einen Zeitraum strecken.

RMR-Maßnahmen können Systemlebensdauer erheblich verlängern

Gerade beim Retrofit müssen die Vorteile, die sich aus neuen Technologien ergeben, gebührend berücksichtigt werden. Es bietet sich oftmals die Chance, eine solche Maßnahme mit einem Mehrwert zu versüßen. Beispielhaft genannt werden sollen hier die neuen Antriebstechnologien. Wenn Antriebsmotore einer neuen Generation eingebaut werden, lässt sich Energie in erheblichem Umfang einsparen, was wiederum eine deutliche Verbesserung des ROI bewirkt, vom „grünen“ Effekt ganz zu schweigen.

Als Fazit kann festgestellt werden, dass RMR-Maßnahmen eine erhebliche Verlängerung der Systemlebensdauer bewirken und dadurch Neuinvestitionen vermeiden. Die Systeme halten den Anforderungen an die aktuellen Geschäftsprozesse stand. Dies relativiert die zum Teil recht hohen Kosten, die für die Maßnahmen entstehen können. Nichts zu tun, ist in jedem Fall der falsche Weg. Er führt zu nicht abzuschätzenden Systemausfällen, die im denkbar ungünstigsten Moment auftreten können und in der Regel erhebliche Folgekosten durch Lieferausfälle und unzufriedene Kunden nach sich ziehen. Außerdem muss in diesem Fall trotzdem investiert werden, allerdings durch den Zeitdruck unter erheblich erschwerten Bedingungen. Die geplante Aktion ist daher immer vorzuziehen.

Der Lieferant der Anlage darf hier den Betreiber nicht alleine lassen, sondern muss ihn nach Kräften unterstützen. Dies ist nur möglich, wenn er ein leistungsfähiges Serviceportfolio bereitstellt und dadurch den Kunden optimal unterstützen kann. Hier ist ein Konzept zum Life-Cycle-Support gefordert, welches konsequent und proaktiv umgesetzt werden muss. Nur dann ist langfristig eine Win-Win-Strategie zwischen Kunde und Lieferant möglich.

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