Digitalisierung der Luftfracht Lufthansa Cargo bringt Speed in seine Zollprozesse

Von Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein 2 min Lesedauer

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Um seine Zollprozesse am Flughafen Frankfurt weiter zu digitalisieren, hat sich Lufthansa Cargo für die Nutzung der IT-Plattform „FAIR@Link“ von Allivate entschieden.

Durch die Möglichkeit der zeitlich verzögerten Gestellung kann Lufthansa Cargo die Fracht deutlich früher an die Spedition herausgeben.(Bild:  Lufthansa Cargo)
Durch die Möglichkeit der zeitlich verzögerten Gestellung kann Lufthansa Cargo die Fracht deutlich früher an die Spedition herausgeben.
(Bild: Lufthansa Cargo)

Luftfrachttransporteur Lufthansa Cargo transportiert über seine fünf Frachthubs Frankfurt, München, Brüssel, Wien und Rom täglich im Schnitt 2.500 Tonnen Fracht. In Frankfurt nutzt der Frächter künftig das Modul FRA-OS der Plattform „FAIR@Link“ des IT-Luftfrachtunternehmens Allivate, um Zollprozesse im Import am Flughafen durch Digitalisierung weiter zu beschleunigen. Dieses Modul unterstützt, wie es heißt, die zollkonforme Abwicklung konsolidierter Importsendungen. Alle relevanten Zollinformationen laufen darin zusammen, sodass die Zollprozesse teilweise automatisiert angestoßen werden können, wie es weiter heißt. Zusätzlich sind die Sendungen über Statusinformationen auch am Boden lückenlos verfolgbar. Nach Angaben von Lufthansa Cargo steht dabei insbesondere die Möglichkeit der zeitlich verzögerten Gestellung im Fokus.

Normalerweise muss die zollseitige Gestellung unmittelbar nach der Landung durch den Handlingsagenten erfolgen. Über FRA-OS können berechtigte Teilnehmer die Waren dagegen zeitlich verzögert durch Speditionen mit einer Logistikhalle als Zollverwahrlager am Standort gestellen lassen. Möglich sei dies, wie es heißt, durch die Statusverfolgung der Sendungen vom Flieger bis zum Verwahrlager.

Dank dieser Transparenz gewährt der Zoll die Durchführung von Gestellungen auf dem gesamten Zollgebiet des Flughafens Frankfurt.

Matthias Hupka, Geschäftsführer von Allivate

Für Lufthansa Cargo bedeutet die Teilnahme an FRA-OS, dass entsprechend abgefertigte Sendungen einen direkteren Weg durch den Importprozess nehmen können. Die Importware wird vom Vorfeld über den NFÜP (neutraler Frachtübergabepunkt) – eine schnelle Übergabe- und Abfertigungsstelle für Cargo-Sendungen – an die Speditionen übergeben. Damit entfällt ein Prozessschritt: Bislang wurden diese Sendungen zunächst im Umschlaglager von Lufthansa Cargo zollabgefertigt, bevor sie weitergegeben werden konnten. Tobias Braun, zuständiger Projektleiter von Lufthansa Cargo: „Durch die Möglichkeit der zeitlich verzögerten Gestellung können wir Fracht deutlich früher an die Spedition herausgeben. Insbesondere für die zeitsensitive E-Commerce-Logistik schafft die Beschleunigung der Abläufe spürbare Vorteile für unsere Kunden.“

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