Engpässe erkennen
Wenn die Warnung niemanden erreicht, nützt auch das beste Modell nichts

Von René Kessler * 5 min Lesedauer

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Künstliche Intelligenz (KI) kann Lieferantenausfälle vorhersagen, bevor diese die Produktion beeinträchtigen. Ob sich daraus ein Nutzen ergibt, hängt jedoch nicht vom Modell ab, sondern von zwei Dingen, die viele Unternehmen unterschätzen: der Qualität ihrer Daten und der Kenntnis ihrer eigenen Prozesse.

Ein Projekt bei Volkswagen Mexiko eröffnet einen Blick darauf, wie Abat mithilfe von KI Lieferantenausfälle vorhersagt, bevor diese die Produktion beeinträchtigen (Beispielbild).(Bild: ©  Manganese - stock.adobe.com)
Ein Projekt bei Volkswagen Mexiko eröffnet einen Blick darauf, wie Abat mithilfe von KI Lieferantenausfälle vorhersagt, bevor diese die Produktion beeinträchtigen (Beispielbild).
(Bild: © Manganese - stock.adobe.com)

In hochgetakteten Lieferketten können Stunden über Produktionsstillstand oder reibungslosen Ablauf entscheiden. Insbesondere in Just-in-time- und Just-in-sequence-Szenarien können Lieferantenausfälle oder verspätet gelieferte Bauteile schnell zu erheblichen Kosten führen. Ein stehendes Band ist so kostspielig, dass sich der Aufwand für Gegenmaßnahmen fast immer rechnet.

Klassische Planungssysteme melden einen Engpass jedoch erst, wenn dieser messbar geworden ist. Der Bedarfstermin ist dann bereits überschritten, die Wareneingangsbuchung fehlt und der Bestand ist unter die Reichweite gerutscht. Dann bleibt der Disposition nur noch die Schadensbegrenzung.