Supply Chain Management

Mercedes-Benz Cars erfindet sich neu

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Konkret auf die Einzelmaßnahmen der logistischen Neuausrichtung geht Alexander Koesling ein, Leiter Supply Chain Management Mercedes-Benz Cars: „Wir schaffen die Voraussetzungen für eine termingerechte Produktion in unseren Standorten. Mit der Investition eines hohen dreistelligen Millionenbetrags in das Supply Chain Management optimieren wir die Logistik unserer weltweiten Produktionsnetzwerke. Durch die Reduzierung der heutigen Logistikkosten pro Fahrzeug verbessern wir unsere Wettbewerbsfähigkeit – schließlich haben die Logistikkosten einen wichtigen Einfluss auf die Kostenposition insgesamt.“

Neuausrichtung steht auf drei Säulen

Und eben diese Logistikkosten würden gerade in den Niedriglohnländern schon einmal die reinen Lohnkosten der Fertigung übersteigen. „Das Wasser fließt den Berg runter“, so Koesling, und spielt damit auf die andernorts teilweise spürbar geringeren Lohnkosten an. Als die drei großen Säulen, auf denen die strategische Neuausrichtung von Mercedes-Benz Cars stehe, nennt Koesling die Unterstützung des Produktionsprogramms, das Kostenmanagement sowie die End-to-End-Verantwortung.

In Speyer war im April 2014 Baubeginn und schon im darauffolgenden April gingen die ersten Container raus. Koesling spricht von rund 25 % CO2-Einsparung, die man durch das CC erreicht hätte. 80 % der Teile gingen zuerst auf dem Binnenschiff nach Antwerpen, bevor sie in die riesigen Pötte zum Weitertransport in die Mercedes-Werke in den USA, Südafrika und China umgeladen werden. Die übrigen 20 % der Autoteile rattern über die Schiene. Anteilmäßig verlassen Bauteile für 650.000 Fahrzeuge so jährlich das Consolidation Center in Speyer. Die Zielsetzung des CC gibt Koesling mit einer von heute an gerechneten Reduzierung der Logistikkosten um 20 % an.

Produktion und Logistik platzen aus allen Nähten

Der Neubau im Eigentum von Mercedes-Benz an der Grenze zwischen Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg war notwendig geworden, weil das Werk im rheinaufwärts gelegenen Germersheim räumlich an seine Grenzen gestoßen ist. Weil Mercedes der größte Nutzfahrzeughersteller der Welt ist, lassen sich bei der hocheffizienten Abholung der Fahrzeugteile bei den Lieferanten zusammen mit den Lkw-Kollegen außerdem wunderbar Skaleneffekte erzeugen; ein nicht zu vernachlässigendes Plus für das Unternehmen.

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