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Logistikplanung

Mit kleinen Eingriffen den Materialfluss verbessern

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Neuralgischer Punkt an der Durchgangsstraße

Besonderes Augenmerk galt dem neuralgischen Punkt an der Durchgangsstraße, den die innerbetrieblichen Transporte kreuzen mussten und an dem sich der Anlieferverkehr zurückstaute.

Gelöst wird das Problem durch die Lagerung um die Hauptproduktionsstätte. Damit werden die Waren dort angeordnet, wo sie verarbeitet werden.

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Zudem wurde der Wareneingang neu konzipiert: Für den Anlieferverkehr ist jetzt eine Straße mit Wendeplatte direkt zum Wareneingang vorgesehen, er wird so von der Durchgangsstraße weggeleitet. Für einen effizienteren Wareneingang soll künftig auch das alte Schwerlast-Automatiklager weichen und durch ein flexibles manuelles Regallager für Paletten und Kleinteile ersetzt werden. Denn für die heutigen Anforderungen ist die 30 Jahre alte Technik nicht mehr flexibel genug.

Die Optimierung des Wareneingangs bringt noch weitere Vorteile mit sich: So wird sich die Bestandskontrolle verbessern, die Teile müssen weniger häufig angefasst werden, das Umpacken und die Bereitstellung entfallen, und die Teile werden bereits auf einheitlichen Ladungsträgern angeliefert. Dadurch reduziert sich auch der Administrationsaufwand und der Personaleinsatz wird flexibler und effizienter.

Kleine statt große Gabelstapler

Auch den Warenausgang hat das Mips-Team überarbeitet. Künftig liegen die fertigen Radsätze in der richtigen Reihenfolge und können so effizienter verladen werden. Dadurch reduziert sich im Zuge der veränderten Ladungsträgerkonzeption auch der Aufwand für die Beladung und die Ladungssicherung. Die Prozessveränderungen ermöglichen, dass zum Beispiel eine so aufwändige Technik wie ein Brückenkran durch Optimierung mit einfacherer Technik ersetzt wird. Auch auf mehrere Gabelstapler für Lasten bis 6 t zur Be- und Entladung könnte verzichtet werden. Sie würden durch kleine, wendigere und günstigere Stapler mit 2 t Tragkraft ersetzt, die heute völlig ausreichen.

Neben dem innerbetrieblichen Transport analysierte Mips zudem die Transportsituation im Inbound und Outbound. Weil laut Jörg Villmann die Transporte gerade im Nahverkehr, aber auch nach Südosteuropa stark ausgeprägt sind, suchte Rafil auch hier nach Optimierungspotenzial. Das umfasst zum Beispiel die Analyse der bestehenden Anlieferstrukturen und der betrachteten Standorte.

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