Logistikplanung

Mit kleinen Eingriffen den Materialfluss verbessern

08.11.2010 | Autor / Redakteur: Martin Sayer / Volker Unruh

Die Radsatzfabrik Ilsenburg fertigt Radsätze für Schienenfahrzeuge. Um das hohe Produktionspensum bewältigen zu können, müssen die internen und externen Materialflüsse optimal laufen. Bild: Mips Consulting
Die Radsatzfabrik Ilsenburg fertigt Radsätze für Schienenfahrzeuge. Um das hohe Produktionspensum bewältigen zu können, müssen die internen und externen Materialflüsse optimal laufen. Bild: Mips Consulting

Die Radsatzfabrik Ilsenburg GmbH optimiert ihre Logistikabläufe. Mit geringen, aber gezielten Eingriffen laufen die Prozesse zwei- bis dreimal schneller, gleichzeitig werden nachweislich hohe Einsparungen erzielt. Die Logistik lässt sich jetzt mit höherer Kundenorientierung abwickeln.

Bei der Optimierung der Logistikabläufe wird die Radsatzfabrik Ilsenburg vom Stuttgarter Planungs- und Beratungsbüro Mips Consulting GmbH unterstützt.

Spezialisiert auf Herstellung und Aufbereitung von Radsätzen

Seit mehr als 60 Jahren fertigt die Radsatzfabrik Ilsenburg GmbH (Rafil) in Sachsen-Anhalt Radsätze für Schienenfahrzeuge. Seit 1998 gehört Rafil zum Geschäftsbereich Bahntechnik der Georgsmarienhütte Holding GmbH, einer Unternehmensgruppe rund um die Stahl-, Eisen- und Aluminiumherstellung sowie -verarbeitung. Ihre Kunden sind in- und ausländische Bahnverwaltungen sowie Schienenfahrzeughersteller.

Das Leistungsspektrum ist vielfältig: Es reicht vom Laufradsatz für den Personen- und Güterverkehr über Treibradsätze für Lokomotiven und Nahverkehrstriebzüge (S- und U-Bahnen) bis zu diversen Sonderradsätzen für Schienenkrane, Rangierloks und Arbeitsmaschinen.

Je nach Einsatzzweck werden die Radsätze mit Radscheibenbremsen, Wellenbremsscheiben, Hohlwellen oder Antriebselementen und Getrieben ausgerüstet. Die Radsatzwellen können bis vier Wellenbremsscheiben aufnehmen. Rafil ist technisch so ausgerüstet, dass es Radsätze in den Sonderspurweiten von 55 cm bis 2,5 m für statische Radsatzlasten bis 40 t fügen kann. Darüber hinaus ist der Hersteller auch auf die Aufbereitung von Radsätzen spezialisiert, die bereits einige Zeit laufen.

7500 Radsatzinstandsetzungen pro Jahr

Dabei setzt das Unternehmen nicht nur auf Serienfertigung, was in diesem Produktbereich nicht alltäglich ist, sondern auch auf umfangreiche Dienstleistungen: Rafil lagert die Radsätze seiner Kunden bei sich ein und bereitet sie auf Abruf auf – dann, wann es der Kunde braucht, wie Rafil-Geschäftsführer Jörg Villmann erläutert.

Zudem wird das Fertigungsprogramm durch ein umfassendes Angebot für den Einzelteil- und Ersatzteilstock ergänzt. Nach den Bedarfsfällen der internationalen Bahnbetreiber und privater Wagenhalter werden als Elemente Vollräder mit 65 cm bis 1,25 m Durchmesser, gewalzte oder gegossene Radkörper, Radreifen, bereifte Räder, Radsatzwellen gefertigt und Bremsscheiben sowie Radsatzlager montiert. Jährlich stellt Rafil rund 26000 Radsätze und 41000 Ersatzteile her und führt etwa 7500 Radsatzinstandsetzungen durch.

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