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Fördertechnik MUC wächst – Logistik zieht nach

| Redakteur: Robert Weber

Siemens erweitert im Terminal 2 des Flughafen München das Gepäckfördersystem. Die Sortierleistung sowie die Lagerkapazität des Frühgepäckspeichers sollen nach der Fertigstellung Ende 2015 um insgesamt rund 30 % gesteigert werden. Der Um- und Ausbau erfolgt im laufenden Betrieb. Ein Video bietet Einblick in die Logistik.

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(Bild: Flughafen München)

Der Grund für diesen Kapazitätsausbau ist das wachsende Passagieraufkommen (in der ersten Hälfte des Jahres 2011 hat die Flughafen München GmbH knapp 18 Mio. Passagiere registriert – über 13 % mehr als im Vorjahreszeitraum) am Flughafen München. Der Auftrag umfasst das Layout, Engineering, Montage, Inbetriebnahme und die Integration des Systems.

„Mit dem Abschluss der dritten Ausbauphase wird sich die Kapazität des Gepäckfördersystems um ein Drittel erhöhen. So kann unser Kunde bei der Abfertigung trotz steigendem Verkehrsaufkommen und höherer Sicherheitsanforderungen die gleiche Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit wie bisher gewährleisten“, sagte Jörg Ernst, CEO der Siemens Business Unit Logistics and Airport Solutions. Insgesamt benötigt die Anlage weniger als 25 Minuten, um ein Gepäckstück von einem geparkten Flugzeug zum anderen Flugzeug zu befördern. Damit zählt das Terminal 2 zu den besten internationalen Umsteigeflughäfen in Europa, heißt es in einer Pressemitteilung.

>>> Einblicke in die Logistik am Flughafen bietet dieses Video <<<

1000 neue Stellplätze und 15 km mehr Strecke

Ursprünglich war die Förderstrecke bei der Inbetriebnahme im Jahr 2003 über 40 km lang. Seitdem wurden stündlich zirka 14.000 Gepäckstücke mit einer Geschwindigkeit von bis zu 25 km pro Stunde transportiert, durchleuchtet und sortiert. Die Lieferung von Siemens für die drei Phasen umfasst den Ausbau des bestehenden Gepäckfördersystems bis 2015 um fast 15 km. Dazu gehören auch die Installation von zwei Gepäckrückgabe-Karussells im Ankunftsbereich, zwei Entnahme-Karussells in der Sortierung sowie eine weitere Gutfördertechnik. Hinzu kommen 2400 neue Sorter-Elemente im Abflugbereich und 1000 neue Stellplätze für den Frühgepäckspeicher, in dem Gepäckstücke bis zum Abflug zwischengelagert werden. Rund 50 zusätzliche Steuerungselemente und 5100 elektrische Antriebe für die Gepäckbänder gehören ebenfalls zum Lieferumfang.

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Siemens hat die 2003 in Betrieb genommene Gepäckförderanlage am Münchner Terminal 2 als Konsortialführer konzipiert und errichtet. Seit 2010 ist Siemens auch für die Instandhaltung der Mechanik, Elektrik und Steuerung des Systems verantwortlich.

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