Logistik-Software

Neues Logistiksystem für EF-Logistik-Standorte

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So erfolgt die Disposition in den Host-Systemen global: Der überlagerte Host entscheidet, in welchem Standort die Ware kommissioniert wird, nicht aber, welcher Standort die Belieferung des Kunden übernimmt. „Dies geschieht in der Cross-Docking-Konfiguration des unterlagerten EFLS“, so Wagner, die auch über den jeweils optimalen Weg der Belieferung entscheidet.

Welche besonderen Anforderungen galt es nun bei der Realisierung des neuen Logistiksystems zu meistern? Eduard Wagner nennt hier, neben den kurzen Inbetriebnahmezeiten bei maximalem Zeitfenster eines Wochenendes, die Host-spezifische Anforderungen bei den Schnittstellenstrukturen und Intralogistik-Prozessen, die eindeutige Definition globaler und lokaler Datenobjekte, und zwar Mandanten- und TLZ-abhängig, sowie die zentrale einheitliche Software-Entwicklung mit lokaler Individualisierung nach Bedarf.

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Eindeutige Definition globaler und lokaler Datenobjekte

Eine entscheidende Rolle spielen zudem das zentrale Rechenzentrum mit autarken Laufzeitinstanzen für ELVIS und eine beliebige Anzahl von EFLS, die Topologie-Überführung von statischem Festplatz nach dynamischem Freiplatz bei gleichzeitiger Bestandsübernahme und der Austausch von bestehenden Software-Modulen durch den aktuellen Stand der TUP Warehousing Solution (TWS). Hier geht es darum, „Prozesse zu veredeln und multi-mandanten- und multilagerfähig zu machen“, so Wagner.

Wie aufwendig war es, die erforderlichen Masken für die Anwender zu gestalten, zum Beispiel für Kommissionierung, Disposition und Versand? Wie Wagner betont, bildete die langjährige Entwicklung in Zusammenarbeit mit EFL eine Grundlage für stabile Intralogistik-Prozesse. „Die Dialoggestaltung war bereits nahe beim Optimum. Das standardisierte NET-Framework von TUP ermöglichte die saubere Migration etablierter operativer Prozessabläufe durch den aktuellen Stand der Client-Technologie für alle eingesetzten mobilen Endgeräte, so sind die MDE und die Stapler-Terminals aus einem Guss.“

Meilenstein-orientiertes, iteratives Projektvorgehen

Logistiksysteme dieser Art sind sehr umfangreich: Wie gelang und gelingt es TUP, das System dennoch überschaubar, transparent, schlank und flexibel zu gestalten, auch für Modifikationen und Erweiterungen?

Wesentliche Voraussetzungen hierfür sind der einheitliche Einsatz der TUP-Entwicklungswerkzeuge entlang eines „iterativen und Meilenstein-orientierten Projektvorgehens und klare Kernziele.“ Wie Wagner erläutert, gilt es „im Sinne der Lean-Philosophie klare Ziele und ,Geradeauswege‘ zu entwerfen. Rund 80 % eines Systems lassen sich damit generieren, „dann werden noch die 20 % Besonderheiten angeflanscht“.

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