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Lagermodernisierung „New Normal“: Wie modernisiere ich mein Lager dafür?

Zebra Technologies hat ein Modell entwickelt, um Lagerhausbetreibern darzustellen, wo sie sich auf ihrem Weg der Lagermodernisierung befinden und wie die nächsten Schritte aussehen könnten.

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(Bild: Zebra)

Die Coronapandemie zeigt, dass fortschrittliche Lagertechnik ausschlaggebend sein kann, um reibungslose Abläufe in der Lieferkette und damit die Kontinuität des Geschäftsbetriebs zu gewährleisten. Die meisten Lagerhäuser stehen derzeit aber noch am Anfang der digitalen Transformation. Laut der 2024 Warehousing Vision Study von Zebra, die der Auto-ID-Spezialist jetzt vorgestellt hat, haben nur 35 % der Lagerbetreiber eine klare Vorstellung davon, wo sie mit der Automatisierung beginnen sollen. Doch in der aktuellen Situation sind diese Fragen relevanter als je zuvor und drängen viele Unternehmen, ihre digitale Transformation zu beschleunigen.

Daniel Dombach, Zetes: „Echtzeitinformationen und Nachverfolgbarkeit von Kapital, Inventar und Arbeitsabläufen sind mittlerweile zum entscheidenden Faktor geworden“.
Daniel Dombach, Zetes: „Echtzeitinformationen und Nachverfolgbarkeit von Kapital, Inventar und Arbeitsabläufen sind mittlerweile zum entscheidenden Faktor geworden“.
(Bild: Zebra)

Ein strategischer Ansatz bei der Digitalisierung helfe nicht nur bei aktuellen Herausforderungen wie Nachfragespitzen, sondern biete echte Wettbewerbsvorteile für die Zukunft. Daher hat Zebra Technologies ein Rahmenmodell entwickelt, das Lagerbetreibern und -managern helfen soll, zu verstehen, wo sie sich auf ihrem Weg zur Lagermodernisierung befinden. Laut der Umfrage von Zebra wollen 61 % der Lagermanager in neue Technologien investieren und über drei Viertel (77 %) der Entscheider stimmen zu, dass sie ihre Lagerprozesse modernisieren müssen, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.

Es war nie wichtiger als heute, in eine Lagermodernisierung zu investieren.

Daniel Dombach, Director EMEA Industry Solutions

Logistiker und Lagerbetreiber hätten eine Menge Markterschütterungen miterlebt und wüssten daher, dass eine Modernisierung für eine erfolgreiche und stabile Lieferkette notwendig sei, so Dombach – nicht nur, um der aktuellen Nachfrage gerecht zu werden, sondern auch, um wirkliche Innovationen für die Zukunft zu ermöglichen. Echtzeitinformationen und Nachverfolgbarkeit von Kapital, Inventar und Arbeitsabläufen seien mittlerweile zum entscheidenden Faktor geworden.

Fünf Phasen der Modernisierung

Das „Warehouse Maturity Model“ von Zebra stellt eine Modernisierung von Lager und Lieferkette in fünf Phasen dar. Lagerbetreiber könnten damit erkennen, wo sie gerade stehen und wie die nächsten Schritte aussehen könnten. Das Modell zeige auch, welche Technologien in welcher Phase zum Einsatz kommen und welche Vorteile die neuen Lösungen brächten. Folgende Technologietrends werden nach Einschätzung von Zebra bis 2025 eine zunehmende Rolle in Lager und Logistik spielen.

  • „Sense and Track“: Radiofrequenz-Identifikations-(RFID-), Verfolgungs- und Ortungssysteme sowie Temperatursensoren verwalten wichtige Informationen in Echtzeit und alarmieren Mitarbeiter, sodass verderbliche und wertvolle Güter unbeschädigt das Ziel erreichen.
  • Augmented Reality: Mobilgeräte, kombiniert mit Augmented Reality (AR), erleichtern die Orientierung und führen zu höherer individueller Produktivität.
  • Intelligente Automatisierung: Autonome mobile Roboter (AMR) reduzieren Leer- und Wegezeiten und beschleunigen Arbeitsabläufe.
  • Künstliche Intelligenz (KI) und Preskriptive Datenanalyse: Internet-of-Things-(IoT-)verbundene Geräte und Datenplattformen ermöglichen robuste Künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML) im Lager. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz oder Anwendungs-Programmierschnittstellen (API) von Unternehmensplattformen wie Zebra Savanna können Unternehmen ihre Arbeitsabläufe in Echtzeit auf der Grundlage von Daten vorhersagen und anpassen.

Moderne Technik könne auch dabei helfen, die aktuellen Covid-19-Hygienevorschriften und Abstandsregelungen einzuhalten. Zebra stellt dazu mit „MotionWorks Proximity“ eine Softwarelösung zur Näherungsanalyse und Kontaktprotokollierung für Mobilcomputer zur Verfügung. Die Software bietet Nahbereichs- und Kontaktverfolgung, Dashboards und Berichte für Arbeitgeber sowie individuelle Nahbereichswarnungen für Mitarbeiter.

Die Daten sind an eine Mitarbeiter-ID oder eine anonymisierte Benutzer-ID gebunden. Sie ermöglicht verwertbare Einblicke seitens der Arbeitgeber, gleichzeitig bleibt die Privatsphäre der Personen gewahrt. Eine genaue automatisierte Kontaktverfolgung könne Unternehmen dabei helfen, exponierte Mitarbeiter schnell für Tests zu identifizieren. Dadurch könnten möglicherweise großflächige Betriebsschließungen vermieden werden. Die Daten würden zentral in einer Cloud abgelegt und könnten jederzeit über Remote-Zugriff verwaltet werden.

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