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Lagerausstattung

Niemand wartet gerne auf seine Schuhe

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Durch die intensive Testphase wurde das Risiko für Lieferausfälle deutlich reduziert. Zusätzlich wurde im Projektmanagement beachtet, dass der Start des Echtbetriebs nicht in die Hochsaison fiel. Als erster Tag wurde ein Freitag ausgewählt, sodass der folgende Samstag und Sonntag als Puffer dienen konnten. Bis Donnerstagabend wurden alle dringlichen Sendungen verpackt, die Auslieferaufträge mit Lieferterminen an späteren Tagen wurden zurückgehalten, damit für den folgenden Tage genügend Aufträge zu bearbeiten waren und die Prozesse in Betrieb genommen werden konnten.

25 % mehr Logistikleistung erreicht

Schrittweise wurden die Prozesse vom Wareneingang bis zum Warenausgang gestartet. Mit kleinen Zwischenfällen verlief der Start sehr gut. Um alle Mitarbeiter ohne Zeitdruck an die Prozesse gewöhnen zu können, wurde an dem Samstag zusätzlich gearbeitet.

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Natürlich gab es in der Hochlaufphase auch Schwierigkeiten – die Scannung der Etiketten oder auch die teils mangelhafte Qualität der Kartons zum Beispiel. Jedoch wurde das Risiko für Lieferausfälle oder Stillstand in der Logistik in der Inbetriebnahmephase durch das konsequente Testen und Projektmanagement minimiert.

Die Umstellung führte zu keinem Tag Lieferausfall und in der zwei Monate später anstehenden Hochsaison wurden bereits erste Erfolge verbucht. Für die Bewältigung der Spitze mussten deutlich weniger Überstunden geleistet werden und die Logistik war nicht im Verzug. Mittlerweile hat sich die Leistung der Mitarbeiter in der Logistik um 25 % erhöht, kurzfristige Aufträge werden häufig noch am selben Tag ausgeliefert und die Bewältigung der Hochsaison erfolgt ohne Überstunden. ■

* Dipl.-Wirtsch.-Ing. Viola Pleines ist Logistikberaterin bei der GPS Planfabrik GmbH in 28359 Bremen, Tel. (04 21) 2 24 90-7 83, pleines@planfabrik.de

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