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Lagerausstattung Niemand wartet gerne auf seine Schuhe

| Autor / Redakteur: Viola Pleines / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Lloyd Shoes investierte viel Zeit und Fleiß in das Testen seiner neuen Logistikanlage. In der dreimonatigen Testphase wurden alle Funktionen der neuen Intralogistik auf Herz und Nieren geprüft. Der Lohn: ein Start des Echtbetriebs ohne einen einzigen Tag mit Lieferausfällen im Logistikzentrum.

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Beim Schuhhersteller Lloyd Shoes aus Sulingen läuft es „rund“ – das Wachstum verlangte nach mehr Logistikleistung.
Beim Schuhhersteller Lloyd Shoes aus Sulingen läuft es „rund“ – das Wachstum verlangte nach mehr Logistikleistung.
(Bild: Lloyd Shoes )

Lloyd Shoes stand vor großen Herausforderungen: Wachstum, Shop-Eröffnungen, Veränderung der Kundenanforderungen hin zu schnelleren und kleinteiligeren Auslieferungen. Mit den vorhandenen Logistikkapazitäten und -prozessen war das Wachstum an zu versendenden Schuhen nicht möglich. Daher beschloss Lloyd Shoes, seine Logistik zu erweitern. Für die Leistungssteigerung der Logistik wurde unter der Leitung von Dipl.-Ing. Manfred Buschmeier in eine Teilautomatisierung der Prozesse investiert. Ein automatisches Kartonlager (AKL) wurde neben das bestehende Versandlager gebaut und über eine Brücke mit diesem verbunden. Innerhalb des Versandlagers wurden neue Arbeitsplätze für die Value-added Services (VAS), die Qualitätssicherung (QS) und die Verpackung geschaffen, die über eine Kartonfördertechnik miteinander und mit dem Versandlager verbunden sind. Das automatische Kartonlager, die Fördertechnik sowie der Materialflussrechner zur Steuerung der Anlage wurden von der Firma TGW geliefert. Die Ausschreibungen und das Projektmanagement über die gesamte Projektlaufzeit erfolgten durch die GPS Planfabrik GmbH.

Fördertechnik im laufen Betrieb aufgebaut

Der Bau des AKL wurde auf der grünen Wiese direkt neben dem bestehenden Versandlager realisiert, das über eine gläserne Brücke mit dem AKL verbunden wurde. Eine ganz andere Aufgabe bestand in dem Aufbau der Fördertechnik und der neuen Arbeitsplätze im Versandlager: Dieser Aufbau musste im laufenden Betrieb erfolgen. Die ohnehin knappe Fläche für die Kommissionierung und Verpackung musste für ein halbes Jahr um ein Fünftel reduziert werden. Nur durch gute Organisation und wöchentliche Abstimmung zwischen den Beteiligten konnte dieser Kraftakt bewältigt werden.

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Neben dem Aufbau der Fördertechnik und dem Neubau des AKL wurde zeitgleich ein weiteres Teilprojekt in Angriff genommen: die Erweiterung des bestehenden Lagerverwaltungssystems (LVS) der CPA Software Consult GmbH. Zusätzlich zu dieser Softwareerweiterung stand die Integration der Software zur Steuerung des AKL und der Fördertechnik an: der Materialflussrechner (MFR) des Fördertechniklieferanten.

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Technische Daten
  • Abmessungen des AKL: Länge: 75 m; Breite: 25 m; Höhe: 17 m;
  • Kapazität: 50.000 Kartons im direkten Zugriff;
  • Leistung: fünf Regalbediengeräte mit einer maximalen Auslagerleistung von 2000 Kartons je Stunde (bei konzentrierter Auslagerung und verdichteten Auslieferaufträgen);
  • Abrufzeit: innerhalb von 7 min an jeder Abnahmestelle der Fördertechnik;
  • Länge verbauter Fördertechnik: 300 m;
  • Arbeitsplätze: zwölf Arbeitsplätze VAS und QS, flexibel nutzbar; zehn Arbeitsplätze Verpackung.

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