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Nachhaltigkeit Nur jeder Fünfte erfasst seine CO2-Bilanz

Überraschende Ergebnisse bei der aktuellen Umfrage von Hermes Germany unter 200 Logistikentscheidern deutscher Unternehmen: Das 12. Hermes-Barometer fördert zutage, dass der fehlende Handlungsdruck für Passivität bei den Unternehmen sorgt.

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Wasser predigen, Wein trinken: Es mangelt allerorten an der Umsetzung einer nachhaltig gestalteten Supply Chain.
Wasser predigen, Wein trinken: Es mangelt allerorten an der Umsetzung einer nachhaltig gestalteten Supply Chain.
(Bild: Hermes)

Sind wir auf dem Weg zur grünen Logistik? Von wegen: Lediglich 19 % der befragten deutschen Unternehmen gaben in der Umfrage an, die eigenen CO2-Emissionen zu erfassen – ein erster Schritt, um diese senken zu können. 55 % der befragten „grünen Unternehmen“ unterstützen darüber hinaus Maßnahmen zur CO2-Neutralstellung. So realisieren rund drei Viertel dieser Unternehmen zusätzlich Kosten- und Emissionseinsparungen durch die Optimierung vorhandener Prozesse: 42 % erwerben CO2-Zertifkate zur Unterstützung von Klimaschutzprojekten und 39 % versuchen, ihre Energieeffizienz bei industriellen Immobilien zu steigern. Jan Bierewirtz, CCO und Division Manager Commercial bei Hermes International, einem Geschäftsbereich von Hermes Germany: „Selbstredend wird keine Supply Chain von heute auf morgen nachhaltig. Es gilt vielmehr, viele kleine Schritte in die richtige Richtung zu machen, um seiner globalen Verantwortung nachzukommen.“

Logistik muss mehr geschätzt werden

Mehr als die Hälfte (53 %) der befragten Logistikentscheider wünscht sich seitens ihrer Logistikdienstleister eine Beratung zur Reduktion von CO2-Emissionen. Gleichzeitig sind lediglich 18 % der Teilnehmer gewillt, für die Ausweisung des CO2-Ausstoßes durch externe Logistikdienstleister auf deren Angeboten, Rechnungen oder in Form von Reports zu zahlen. Und nur ein Viertel setzt bei der Auswahl ihrer Dienstleister beispielsweise bewusst auf den Einsatz einer nachhaltigen Flotte zur Verbesserung der eigenen CO2-Bilanz. „Diese Ergebnisse offenbaren ein altbekanntes Problem“, so Bierewirtz. „Die Logistik und die damit verbundenen Dienstleistungen müssen wieder mehr geschätzt werden.“

Das komplette Hermes-Barometer und weitere Informationen finden Sie hier.

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