Dosiertechnik Optimales Kleben, Befetten, Dichten und Vergießen

Autor / Redakteur: Hertha Kerz / Ulrike Gloger

Um optimal bearbeitete Bauteile zu erhalten, sollte der Dosiertechnik größtmögliche Aufmerksamkeit geschenkt werden. Durch immer stärkere Miniaturisierung bei immer höheren Leistungsansprüchen steigen die Qualitätsanforderungen an Bauteile stetig. Obwohl in keiner Norm verankert, ist die Dosiertechnik einer der wichtigsten Produktionsschritte im Herstellungsprozess.

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Dosiertechnik findet ihren Einsatz in der Automobil-, Elektro-, Hausgeräte- sowie Filterindustrie. Sie reicht von der einfachen Handanlage bis zur vollautomatischen Produktionsanlage. Kompakte Maschinenkonzepte oder Baukastenmodule bieten auf geringem Raum flexible Verarbeitungstechniken für Dicht-, Klebe-, Befettungs- und Vergussanwendungen.

Sowohl als Insellösungen mit manueller als auch als Teil einer Produktionslinie mit automatischer Bestückung können diese Systeme eingesetzt werden. Zwei- und dreiachsig standardisierte Mischsysteme halten die Kosten der Dosierzelle gering, was auch dem Kunden zugute kommt. 3D-Robotersteuerungen, grafische Benutzeroberflächen und Prozessschaubilder ermöglichen eine moderne Prozesskontrolle.

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Hohe Beschleunigungen gestatten eine geringe Taktzeit – geringe Taktzeiten bedeuten für den Kunden einen höheren Austrag und ein höherer Austrag heißt höhere Stückzahlen. Der Kunde kann in einer geringeren Zeit mehr produzieren. Das besondere Merkmal moderner Dosierzellen ist das schnelle hochpräzise Dosieren – egal ob mit Kleinmengenverguss, Dichtschaumapplikationen oder Formverguss.

Unterstützt werden diese Funktionen durch Dosiernadelvermessungen, Waagen zur Dosierschusskontrolle und eine taktile oder visuelle Werkstückerkennung. Um die geforderten Qualitäten zu erreichen, müssen sowohl passende Dosiersysteme entwickelt und optimiert werden als auch die Dosieranlagen selbst, die immer exakter und schneller arbeiten.

Nicht alle Dosiertechnik-Hersteller beherrschen enge Toleranzen

Die Genauigkeit der Applikation „hängt von den Vorgaben des Kunden und davon, wie er seine Toleranzgrenzen definiert, ab“, erläutert Bernd Schneider, Geschäftsführer der Cario Dosiertechnik GmbH. „Allerdings: Bei 5 mg und einem Mischungsverhältnis 100:1 gibt jede Dosierzelle auf“, ist Schneider überzeugt.

Dipl.-Ing. Hartmut Storz, Leiter Marketing und Vertrieb der Firma Rampf Dosiertechnik, sieht dies anders: „Wir definieren Genauigkeit über das Schuss- oder Dosiergewicht. Bei Kunden geht es um ± 5 mg oder ± 1 g. Eine Differenz von ± 1 g beherrschen alle Dosiertechnikhersteller, die ± 5 mg dagegen, da wird es ein wenig enger.“

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