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Lean-Production

Photovoltaik-Anlagenbauer macht sich fit für den Wettbewerb

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Medientechnik-Baugruppen werden jetzt vorgefertigt und anschließend komplett in die Anlage eingebaut – das allein spart kostbare Zeit pro Anlage. Insgesamt gelang es so, die Transparenz in der Produktion maßgeblich zu erhöhen – von der Werkzeugbenutzung und -auffindbarkeit bis hin zur exakten Nachvollziehbarkeit, welcher Mitarbeiter gerade womit beschäftigt ist.

Erster Optimierungsstufe mussten noch weitere Schritte folgen

Die Konzeption und die Umsetzung der Optimierungspotenziale und Prozesse liefen dabei parallel ab. Gleichzeitig wurde die Bereitstellung der Materialien neu definiert und komplett von der Montage getrennt. Statt alle Teile zu Fertigungsbeginn anzuliefern, wurde das benötigte Material im Zentrallager am Firmenhauptsitz in Gütenbach vorkommissioniert und den Takten genau dann zur Verfügung gestellt, wenn es benötigt wurde.

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Zudem wurden Kanban-Regale mit Kleinteilen, die der jeweilige Takt benötigt, aufgestellt. Geht das Material zur Neige, wird dies durch Kanban-Karten angezeigt, sodass rechtzeitig neues geliefert werden kann – aus dem eigenen Lager oder direkt vom Lieferanten.

Ende 2010 zeigte sich, dass der ersten Optimierungsstufe noch weitere Schritte folgen konnten: Volle Auftragsbücher nach der Krise machten eine rapide Steigerung der Produktionsleistung notwendig, um die kauffreudigen Kunden nicht auf lange Wartelisten setzen zu müssen. Fertigte das Unternehmen bis dahin vier Photovoltaikanlagen pro Woche, sollte so bald wie möglich auf 24 hochgefahren werden.

Die Verantwortlichen mussten sich erst einmal Gedanken machen, welche Bedingungen für eine Versechsfachung der Produktion zu erfüllen waren – von den Platzanforderungen über das Material bis hin zur Anzahl der Mitarbeiter. Alles, was bis dahin in Sachen Lean erreicht war, musste schnellstmöglich vervielfacht werden.

Der Logistikprozess wurde von den Mengen gesprengt

Auf den ersten Blick war eines klar: Die bestehenden Produktionsflächen waren zu klein. Die Montage zog in eine größere Fertigungsstätte um – und Rena hatte die Gelegenheit, die Fließfertigung entsprechend den baulichen Gegebenheiten in optimierter Form noch einmal ganz neu aufzubauen.

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