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Prozessmanagementsysteme senken den Energieverbrauch in der Intralogistik

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Prozessmanagementsystem arbeitet in drei Stufen

Das energetische Prozessmanagement mit Aberle PMS-E erfolgt in drei Stufen: Prozessanalyse, Komponentenoptimierung sowie verbrauchsoptimierter Betrieb mit kontinuierlichem Controlling. Unter Einsatz intelligenter Energiemessgeräte werden zunächst insbesondere die Istverbräuche, Betriebsstunden und Betriebszustände, die zeitliche Verteilung und die hinterlegte Priorität für die Anlagenkomponenten erfasst (Bild 2 – siehe Bildergalerie).

Mit PMS-E erfolgt die Auswertung der Daten und ihre grafische Darstellung in der Regel als Add-on über die Anlagenvisualisierung des eingesetzten Warehouse-Management-Systems. Alternativ können die erforderlichen Daten über eine Kopplung des Messgerätes an die SPS der Automationssysteme erfasst und ausgelesen werden.

Energieverbrauch wird jedem Gerät exakt zugemessen

Durch die Erfassung der Istdaten kann in einem zweiten Schritt nun der Energieverbrauch einerseits den jeweiligen Geräten exakt zugemessen, andererseits transparent ausgewiesen werden. Auf diese Weise lassen sich beispielsweise Lastengänge, Energieverbrauch und Prozesseffizienz identifizieren und in Relation setzen.

Hintergrund: Energieversorger unterscheiden zwischen Bereitstellungs- und Lasttarif. Der Bereitstellungstarif ist immer gleich – wird allerdings nach der Spitzenlast berechnet. Als Berechnungsgrundlage gilt der Mittelwert des Leistungsbezuges pro 15 min. Mit Absenkung der Spitzenlast verringert sich folglich auch der Bereitstellungstarif.

Lastenmanagement kappt Verbrauchsspitzen beim Strom

Dazu kann es bereits ausreichen, die identifizierten Verbrauchsspitzen zu kappen. Dies erfolgt beispielsweise durch einen leicht zeitversetzten Einsatz oder durch Reduzierung des Energieverbrauchs, indem etwa energieintensive Prozesse – zum Beispiel die Hochbeschleunigung schwerer Massen mit Regalbediengeräten – in bestimmten Zeitfenstern gedrosselt werden. Dieses sogenannte Lastenmanagement erfolgt auf Basis der mit den Energiemessgeräten erfassten Daten und ihrer Visualisierung im Rahmen des PMS-E.

Weil die Datenermittlung der Verbrauchswerte darüber hinaus kontinuierlich erfolgt, die Daten gesammelt und hinterlegt werden, ist mit PMS-E zudem der Energieverbrauch jeder einzelnen Anlagenkomponente für sich über definierte Zeiträume beispielsweise in Diagrammen visualisierbar. Dazu wird ein Energiekennwert errechnet und ausgewiesen (Bild 4).

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