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Er gibt Aufschluss über die Wirkung eingeleiteter Energiesparmaßnahmen oder beispielsweise über Wartungsbedarfe. Wenn die Visualisierung mit PMS-E zeigt, dass der Energieverbrauch etwa eines Regalbediengerätes bei gleichbleibender Auslastung steigt, ist dies ein sicheres Indiz dafür, dass Handlungsbedarf besteht.
Intralogistikanlagen müssen nicht ständig maximale Leistung bringen
In der dritten Optimierungsstufe organisiert PMS-E im Zusammenspiel mit Warehouse-Management-Systemenen (WMS) wie dem PMS-W unter Berücksichtigung von Zeit- und Energiebedarfen die optimale Prozesssteuerung. Grundlage bildet die Erkenntnis, dass die Anlagen in der Regel nicht permanent ihr volles Leistungsvermögen erbringen müssen, um das geforderte Aufkommen zu bewältigen.
Durch intelligente Verteilung der Auftragslasten lassen sich ökologisch sinnvolle, leicht verlängerte Fahr- und Hubzeiten unterhalb der Kapazitätsgrenzen über den Tag hinweg ausgleichen. Auf diese Weise ist ein energieeffizienter Anlagenbetrieb unter ökologischen Kriterien ohne Verlust der Leistung möglich.
Hersteller baut Energieeffizienzkonzept stetig aus
In Koordination mit dem WMS bietet PMS-E den Disponenten entsprechende Optionen und sorgt in der gesamten Anlage für effiziente Prozesse mit reduziertem Energiebedarf. Auf diese Weise hat etwa die J. Schmalz GmbH mit Sitz in Glatten bei Stuttgart, Hersteller von Vakuumsystemen, durch effizientes Energiemanagement mit Aberle PMS-E den Energieverbrauch bei der Produktionsversorgung mit angebundenem automatischen Kleinteilelager (AKL), manuellem Palettenlager und ausgefeilter Kommissionierung um 25% reduziert.
Ungeachtet solcher Erfolge, die die Wirksamkeit von PMS-E im Praxiseinsatz eindrucksvoll belegen, arbeitet Aberle Automation kontinuierlich am weiteren Ausbau des Energieeffizienzkonzeptes. Als Mitglied des Intralogistik-Netzwerkes Baden-Württemberg e.V. verstärkt das Unternehmen die Arbeitsgemeinschaft Energieeffizienz (AGEE) für Intralogistik bei der Entwicklung von ganzheitlichen energieeffizienten Steuerungskonzepten.
Leitstand für ganzheitliches Energieeffizienzmanagement
Ziel ist es, durch die Vernetzung der Technik sowohl im Gebäude als auch in der Intralogistik weitere Effizienzpotenziale zu erschließen. Zusammen mit Anbietern von Steuerungssystemen für logistische Anlagen, Experten für Gebäudetechnik, Simulationsexperten, Anwendern und der Hochschule Mannheim werden in dem Forschungsprojekt Standards erarbeitet, die es ermöglichen, das Konzept von PMS-E zu einem Leitstand für ganzheitliches Energieeffizienzmanagement für Logistikimmobilien auszubauen (Bild 3).
Voraussichtlich Mitte kommenden Jahres werden erste Pilotprojekte realisiert werden können, mit denen Anwender den Energiebedarf der gesamten Immobilie um knapp die Hälfte reduzieren. Weil PMS-E darüber hinaus die Protokollanforderungen nach der Managementsystemnorm EN ISO 16001 erfüllt, wird der Leitstand bis dahin entsprechend zertifiziert sein.
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* Achim Aberle ist geschäftsführender Gesellschafter der Aberle Automation GmbH & Co. KG in 74211 Leingarten
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