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Während die Lieferinformationen aus dem SAP-System des Herstellers per Edifact übertragen werden, treffen die Waren mit dem hauseigenen Shuttle-Service ein. Per Barcode-Scan buchen die Mitarbeiter die Wareneingänge dagegen. Direkt an der Rampe sind daher robuste Industrie-PC von SLA angebracht, deren Eingaben mittels flexibel konfigurierbarer Touch-Oberflächen die nächsten Arbeitsschritte vorgeben. So werden Fehler vermieden und alle Mitarbeiter kommen schnell mit der Bedienung zurecht. Differenzen werden umgehend gemeldet und an einem eigenen Büroarbeitsplatz akribisch aufgeklärt. Inzwischen stimmen die Mengen zu 99,9 %.
„Alles, was über die SLA-Software läuft, wird absolut fehlerlos zugeordnet“, sagt Uwe Micke. Anschließend weist die Software automatisch einen optimalen Lagerplatz zu. Dieser richtet sich nach Frische und vorgesehener Verwendung, aber auch nach der vorgegebenen Lagerstrategie: Schnelldreher sollen auf kürzesten Wegen zu erreichen sein – länger lagernde Ware erhält „ruhigere“ Standplätze. So entstehen kaum noch Warenverluste: „In unserem Ultrafrische-Geschäft kommt es auf jede Stunde an“, sagt Uwe Micke. „Die Leistungsfähigkeit und Flexibilität dazu wollen wir unseren Kunden als wichtigsten Vorteil bieten.“ So leisten die rund 60 Beschäftigten Sonderschichten für Verkaufsaktionen oder im Saisongeschäft ebenso wie gelegentliche Sonntagsarbeit.
Automatisierte Konfektionierung
Für die automatisierte Konfektionierung oder den Bau von Displays werden in der SLA-Lösung Produktionsaufträge angelegt, die im Zwischengeschoss abgearbeitet werden. Die erforderlichen Produkte werden von einzelnen Paletten abgebucht und zu neuen Einheiten zusammengefasst. Kundenspezifische Sonderetiketten in den verschiedensten Sprachen gehören ebenso zum Service wie der Versand auch kleiner Einheiten, bis hin zum Einzelkarton, an den Einzelhandel. Anschließend werden die Versanddaten über standardisierte Schnittstellen an die Spedition übergeben. Bei der Abholung werden die Etiketten gescannt und wieder gegengebucht. Auch die Abrechnung der HLG gegenüber ihren Kunden auf der Grundlage der umgeschlagenen Mengen übernimmt die umfassende Logistik-Software. Gleichzeitig werden dem Hersteller die Fakturiermengen und Inventurdaten per Edifact zugestellt.
Chancen für weitere Hersteller
Im Frühjahr 2015 wurden nochmals alle Prozesse anhand von Leistungskennzahlen optimiert. Eine moderne LED-Beleuchtung und stets geschlossene Hallentore haben die Energiekosten halbiert, die EU-Zulassung und Zertifizierungen nach IFS 2.1, ISO 22000 und ISO 9001 belegen die hohe Qualität in stabilen, automatischen Prozessen. „Dadurch fühlen wir uns gerüstet für weitere Aufgaben“, sagt Uwe Micke. Neuen Kunden aus der Fleisch- und Wurstwarenindustrie oder mit Molkereiprodukten könnte er rund 4000 Palettenplätze oder 3000 m² Fläche anbieten. Auch darauf ist die flexible und skalierbare Lösung von SLA bereits ausgelegt, die immer wieder an neue Vorgaben angepasst werden muss. „Wir haben mit SLA einen Dienstleister gefunden, der genauso schnell und zuverlässig im 24/7-Rhythmus reagiert wie wir“, sagt Uwe Micke. „So können wir alle Anforderungen und Wünsche unserer Kunden gemeinsam erfüllen.“ ■
* Benjamin Reim ist Projektleiter bei der SLA Software Logistik Artland GmbH in 49610 Quakenbrück, Tel. (0 54 31) 94 80-0, kontakt@sla.de
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