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Frischelogistik Punktgenaue Logistik für die Fleischwirtschaft

| Autor / Redakteur: Benjamin Reim / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Im Industriegebiet Hertener Mark, direkt an den Autobahnen 42 und 43 gelegen, errichtete die Schober-Gruppe 2012 ein neues Frischelogistikzentrum. und verantwortet dort die Einlagerung, Kommissionierung, Konfektionierung und den Versand der zu Nestlé gehörenden Herta GmbH. SLA implementierte in kürzester Zeit Hard- und Software zur Abwicklung der Prozesse.

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Konfektionierung: Die automatische Anlage im Zwischengeschoss wird bestens von der Logistik-Software unterstützt.
Konfektionierung: Die automatische Anlage im Zwischengeschoss wird bestens von der Logistik-Software unterstützt.
(Bild: SLA )

Das Familienunternehmen Schober betreibt unter der Leitung von Steffen-Kai Schober mehrere Logistikstandorte für namhafte Lebensmittelhersteller in Deutschland. Dort wird moderne Lagertechnik mit leistungsfähiger Informationstechnologie eingesetzt. Ein Fuhrpark von etwa 100 ziehenden Fahrzeugen und 180 Aufliegern erfüllt Transportaufgaben, rund 500 Mitarbeiter übernehmen anspruchsvolle Dienstleistungen wie Kommissionierung und Konfektionierung. Deshalb wurde Schober von Nestlé als Partner ausgesucht, der ein neues Zentrallager für die Produkte von Herta bauen und betreiben sollte. Keine einfache Aufgabe, denn selbst kleine und speziell konfektionierte Einheiten mit kurzer Mindesthaltbarkeit müssen schnell und zuverlässig den Einzelhandel in Deutschland und dem angrenzenden Ausland erreichen – das Herta-Qualitätsversprechen bedingt eine konsequente und zuverlässige Frischelogistik, die in Stunden rechnet.

Großzügig geplantes Outsourcing

Auf einem Betriebsgelände von 2,8 ha entstand ein Logistikzentrum mit 9500 m² umbauter Fläche, das Lagerplätze für 8500 Paletten und jeweils 2000 m² Konfektionierungs- und Umschlagfläche enthält. 33 Rampen ermöglichen eine permanente Be- und Entladung von Lkw. Zusätzlich können Lastwagen durch ein seitliches Rolltor ebenerdig in die auf 3 °C gekühlte Halle fahren, die in drei verschiedene Temperaturzonen aufgeteilt werden kann. Die Einrichtung wurde termingerecht fertiggestellt und an die Hertener Logistik GmbH (HLG) übergeben, die zur Schober-Gruppe gehört.

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SLA, ein Experte für Prozessoptimierung und IT-Lösungen in der Lebensmittelindustrie, der in produktiven Bereichen von Herta mehrere IT-Projekte erfolgreich realisiert hatte, übernahm die Einrichtung des Lagerverwaltungssystems. SLA hatte die frühere Logistiklösung am alten Standort von Herta programmiert und kannte daher die Details der geforderten Prozesse ebenso wie die Vorgaben bezüglich Datenübernahmen, kundenspezifischer Etikettierung und Übergabe an die Speditionen. Nachdem SLA innerhalb kürzester Zeit die wichtigsten Prozesse abbilden konnte, gewann das Team das Vertrauen des Betreibers und seines Großkunden für die Implementierung der SLA-Standard-Software ERP-Office Logistik auch im neuen Logistikzentrum in Herten. Dort wurden zunächst die Schnittstellen zur Datenübernahme aus SAP und die kundenspezifischen Anpassungen in den Bereichen Ein- und Auslagerung sowie der Kommissionierung umgesetzt. Ebenso wurde die gesamte Hardware einschließlich Handscannern und Etikettendruckern geliefert und implementiert. Nach rund drei Monaten intensiver Arbeit wurde die Lösung im Oktober 2012 in Betrieb genommen, ohne die Lieferfähigkeit zu beeinträchtigen.

Gerüstet für den Dauerbetrieb

„SLA hat mit kompetenter Beratung und termingerechter Umsetzung eine schwierige Herausforderung sehr erfolgreich gelöst“, sagt Steffen-Kai Schober, Geschäftsführer der Schober-Gruppe. Uwe Micke, Geschäftsführer der HLG, ergänzt: „SLA versteht die Anforderungen der Branche und kann sie mit geringem Kommunikationsaufwand in Software-Lösungen umsetzen, die unsere Erwartungen übertreffen.“ Dies zeigten auch die weiteren Projektschritte, in denen Spezialaufgaben wie die kundenspezifische Konfektionierung, der Bau von Displays und Aktionseinheiten sowie die Kommissionierung von Kolli mit besonderen Sortimentsangeboten eingerichtet und optimiert wurden. Heute sind vier Server, zwölf Arbeitsplatzrechner und zehn lebensmitteltaugliche Industrie-PC im Edelstahlgehäuse aus der Herstellung von SLA implementiert.

Die IPC sind bestens gerüstet für den reibungslosen Dauerbetrieb in allen Sparten der Lebensmittelindustrie und funktionieren selbst unter extremen Umgebungsbedingungen zuverlässig und störungsfrei. Unter Spitzenlast werden im Zwischenschichtbetrieb von 6 bis 22 Uhr pro Tag 2500 Bestandsänderungen verbucht, 100.000 Kolli und circa 1300 Paletten bearbeitet.

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