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Supply Chain Management

Quantensprung bei Mahle

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In sich geschlossener Versorgungskreislauf mit monatlichem Re-Planning

Damit waren die Voraussetzungen geschaffen, das Forecasting bei mehrstufiger Lagerung in europaweit unterschiedlichen La-gerstandorten sowie mit geringsten Sicherheitsbeständen in jeder Lagerstufe auf Artikelebene für das durchgängige Planungs-und Dispositionssystem durchzuführen.

„Wir konnten die Stärken von SAP und SAP-APO nutzen und die gesamte Supply Chain sozusagen rückwärts von den Ab-satzmärkten zu den Herstellerwerken betrachten und in Abhän-gigkeiten bringen“, betont Siegert, „und damit bei Mahle Aftermarket einen in sich geschlossenen Versorgungskreislauf realisieren“. Die Werke erhalten nun jeden Monat eine aktualisierte, auf dem Nachfrageverhalten der Endkunden im Markt basierende Liefervorschau, was den Bull-Whip-Effekt weitgehend verhindert.

Disposition auf Basis der Auftragseingangs-Historie

„Wir disponieren heute auf Basis „Auftragseingang der Vergan-genheit“, wie Jens Strüwing die Neu-Organisation des Dispositionsverfahrens erläutert. „Denn das Aftermarket-Geschäft ist ein klassischer C-2-C-Prozess, bei dem unsere Kunden, die Großhändler, wiederum ihre Kunden beliefern. Da unsere Kunden proaktiv Produkte anfragen, häufig per telefonischer Spot-Order, müssen wir bei unseren Forecasts mit Erfahrungswerten arbeiten“, betont der Logistik-Experte: „Wir analysieren unsere Auftragseingänge pro Sachnummer aus den vergangenen beiden Jahren, überlagern diese mit Neu-Anläufen oder Ausläufen von Produkten und bestellen aufgrund dieser quantitativen Basis die Artikel auf Lager, die zu rund 90 Prozent aus Mahleeigener Produktion stammen“.

Jede einzelne Sachnummer, und damit alle 22.000 unterschied-lichen Artikel im Zentrallager in Schorndorf, wird 12 Mal pro Jahr nach Absatzmenge und Schwankungsverhalten neu klassifiziert, wobei für jeden sowohl nach Artikelart wie Zugriffshäufigkeit gebildeten Teile-Cluster unterschiedliche Planungsverfahren eingesetzt werden.

Umfassende Added-Value-Tätigkeiten wie Assemblieren und Verpacken

Charakteristisch für das heutige und künftige Geschäft von Mahle Aftermarkt sind zudem eine Reihe von Added-Value-Tätigkeiten, die ebenfalls im Rahmen der Restrukturierung der Supply Chain neu begonnen oder erweitert und optimiert wurden.

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