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Supply Chain Management

Quantensprung bei Mahle

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Mit zukunftssicheren SCM-Strategien den „Bull-Whip-Effekt“ bändigen

Für die Optimierung der strategischen Distribution waren Lösungen für komplexe Fragen wie etwa „wo benötigt Mahle Aftermarket in Europa Lagerstandorte?“, und „wie viele müssen es für einen anspruchsvollen Kundenservice sein?“, relevant. Zudem, welcher logistiktechnischen Ausstattung und welcher IT-Tools es bedarf, um bei dem rund 22.000 unterschiedliche Artikel umfassenden Sortiment an Motoren- und Filterteilen die Transportlaufzeiten möglichst kurz und die Lieferzuverlässigkeit und den Servicegrad möglichst hoch zu halten.

Vor allem aber galt es, den für das Supply Chain Management der Kfz-Teile- und Aftermarkt-Branche typischen „Bull-Whip-Effekt“ zu reduzieren und auch extreme Nachfrage-Schwankungen flexibel und effizient ausgleichen zu können: Eine schwierige Aufgabe, vor allem angesichts des fünfstufigen Marktes mit den Herstellwerken von Mahle, der Mahle Aftermarket Organisation als Handelsunternehmen im Mahle Kon-zern mit zwei Lagerstufen, mit Großhändlern, Werksvertretern und Importeuren als vierter Ebene sowie den Endabnehmer der Produkte und den Werkstätten.

Erschwerend hinzu kommt die Heterogenität der Produkte: Denn beim Filtersortiment von Mahle Aftermarket handelt es sich um vergleichsweise geringer wertige Volumenartikel mit regelmäßigen Nachfragequoten, während das hochwertige Motorenteile-Sortiment unregelmäßige Verbräuche aufweist.

Forecast-Genauigkeit mit SAP-APO signifikant verbessert

Die laut Siegert „äußerst komplexe“ Datenbeschaffung für die Analyse sämtlicher Warenströme auf jeder Stufe der Supply Chain wurde durch das weltweit installierte SAP-System von Mahle zwar erleichtert, dennoch war Support durch ein interdis-ziplinäres Expertenteam erforderlich: „Als Kernteam von Dr. Schaab + Partner waren fünf Mitarbeiter eingesetzt, jeder davon wurde von bis zu vier Mitarbeitern von Mahle unterstützt, da wir die unterschiedlichsten Bereiche des Aftermarket-Geschäftes untersucht haben“.

Das Ergebnis bildete ein umfassendes Basisdatengerüst, in dem alle Lieferbewegungen eines kompletten Jahres auf Einzelartikel-Ebene und auf jeder Stufe der Supply Chain sowie inklusive aller Transport-, und Lager- sowie Bestandskosten erfasst waren.

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