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Warengruppenableitung aus E-Class setzt Einhalten von Regeln voraus
Eine Ableitung von Warengruppen aus E-Class setzt voraus, dass auch hier einige Regeln eingehalten werden. Diese Regeln sind teilweise der E-Class-Struktur geschuldet, teilsweise wird durch deren Einhaltung das Nutzenpotenzial erheblich erhöht. Diese Regeln gelten nur für eine E-Class-Ableitung, würde der UNSPSC zugrunde gelegt, müssten diese Regeln entsprechend angepasst werden.
Regel 1: Nach Möglichkeit ist immer auf der vierten Ebene eine Klasse auszuwählen. Warum? E-Class ist (leider nicht durchgängig) nach den Gesichtspunkten der Begriffskette (auch Begriffsleiter genannt) aufgebaut. Hiermit ist gemeint, dass eine Verbindung von einem übergeordneten zu einem spezielleren Objekt hergestellt werden kann. Diese Konzeption bietet den großen Vorteil, dass von einer unteren auf eine höhere Klassenstufe aggregiert werden kann. Eine Grundvoraussetzung für den Einsatz dieser Systematik im Rahmen eines Managementinformationssystems. Beispiel: Ein großer Chemiekonzern steuert auf Leitungsebene den Einkauf mit rund 200 Warengruppen. Diese gliedern sich auf der operativen Ebene auf über 2000 Warengruppen auf.
Wird diese Regel nicht befolgt, dann vergibt sich das Unternehmen die Möglichkeiten, präzise zu analysieren und gegebenenfalls auch präzise Lieferanten auszusuchen.
Regel 2: Sammelklassen sind sprechende Klassen und werden auch bei E-Class verwendet. Diese sind nach Möglichkeit zu vermeiden.
Beispiel für Sammelklassen sind „Teile“, „Ersatzteile“, „Sonstige“. Der Charme dieser Klassen liegt darin, dass die Zuordnung von Artikeln erheblich beschleunigt werden kann. Doch überwiegen die Nachteile diesen vermeintlichen Vorteil. Sammelklassen lassen sich nicht sinnvoll auswerten. Sie sind nicht identifizierend, da ein sehr heterogenes Produktspektrum einer solchen Klasse zugeordnet werden kann. Damit sind sie auch nicht „beschaffbar“ und auch nicht austauschbar. Eine Klasse „Teile“ kann nicht beschafft und auch nicht zum Informationsaustausch herangezogen werden. Oder was für das Unternehmen X als „Ersatzteil“ gilt, ist für das Unternehmen Y ein exakt zuordenbares Teil.
Durch Verwendung solcher Klassen verliert der Anwender das Ziel einer unternehmensübergreifenden Anwendung aus den Augen. Eine Situation, die sehr häufig vorkommt und zeigt, dass der E-Class-Einsatz eines konzeptionellen Fundaments bedarf. Diese Regeln machen deutlich, dass eine hohe E-Class-Kompetenz notwendig ist, sollen die Warengruppen richtig und sachgerecht abgeleitet werden. Der kategoriale Aufbau von E-Class muss verstanden sein.
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