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- Die Warengruppen müssen hierarchisch aufgebaut werden. Diese Anforderung ergibt sich schon aus der Regel, auf der vierten Ebene zuzuordnen. Die betriebswirtschaftliche Relevanz leitet sich aus den Anforderungen an ein Managementinformationssystem ab.
- Die Warengruppen müssen benchmarktauglich sein. Nur eine unternehmensübergreifende Klassifikation kann diesen Anspruch erfüllen. Erreicht werden soll, dass vergleichbare Unternehmen sich auch anonym „benchmarken“ können. In einem Pilotversuch wird dieser Ansatz derzeit geprüft. Voraussetzung ist, dass die vorgenannten Anforderungen (einheitlich) umgesetzt und dass für die Strukturanalysen identische Methoden eingesetzt werden. Eine neutrale Stelle ist dann in der Lage, diese Benchmarks durchzuführen.
Lieferantenidentifikation wird mit E-Class vereinfacht
In einem zweiten Schritt lassen sich die den extrahierten Klassen konkret zugeordneten Objekte/Sachverhalte zusätzlich nach den unternehmensbezogenen „Problem“-Anforderungen, etwa dem Versorgungsrisiko, zusammenfassen.
Durch diese Schrittfolge ist gewährleistet, dass sowohl die interne Entscheidungsfähigkeit als auch die externe Informationsaustauschbarkeit gewährleistet ist. Die interne Entscheidungsfähigkeit wird sogar noch verbessert, da durch die Verwendung der E-Class-Codes im ersten Schritt zum Beispiel die Identifikation von Lieferanten erheblich vereinfacht wird, was gegebenenfalls das Versorgungsrisiko minimiert und damit Auswirkungen auf die Erlös- und Kostenstruktur haben wird.
Hierdurch wird nochmals die strategische Dimension verdeutlicht, die allerdings erst dann greifen wird, wenn diese Systematik von vielen Unternehmen aufgegriffen und gleichförmig genutzt wird. Nahezu trivial, aber richtig und wichtig: Erst wenn ein Hersteller seine Verkaufsgüter mit dem richtigen E-Class-Code verknüpft, kann er gefunden werden.
Potenzial von E-Class liegt in Verknüpfung mit dem Controlling
Der Kunde hat eine bessere Möglichkeit der Selektion und damit des aktiven Lieferantenmanagements und kann somit seine Wertschöpfung erhöhen. Der aktuelle Fokus der meisten E-Class-Anwender auf Katalogartikel lässt das Wertschöpfungspotenzial erahnen, aber eben nur ansatzweise und sehr, sehr begrenzt. Das tatsächliche Potenzial liegt in der Verknüpfung mit einem aktiven Lieferanten- und Beschaffungsmanagement und damit wiederum in der Verknüpfung mit dem Controlling.
Dr. Ulrich L. Manz ist Professor an der Hochschule Darmstadt mit den Forschungsschwerpunkten Collaborative Klassifikationen, Standardisierung von Unternehmensprozessen und Stammdatenmanagement. Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Ayhan Bulut und Dipl.-Betriebswirt (FH) Ingo Tölke sind Geschäftsführer der IFCC GmbH, Institute for collaborative Classification, 64839 Münster
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