E-Class

Regelgeleitete Ableitung von Warengruppen aus E-Class

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Spezielle Anforderungen an Warengruppensystematik müssen allgemeingültig sein

Neben diesen E-Class-spezifischen Ableitungsregeln sind von jedem Unternehmen die Anforderungen an „seine“ Warengruppensystematik zu formulieren. Bei der Formulierung dieser Anforderungen ist der unternehmensübergreifende Aspekt zwingend zu beachten. Die Anforderungen müssen daher allgemeingültig anwendbar sein.

Es werden hier solche vorgestellt, die sich in vielen Diskussionen (also empirisch) als wichtig erwiesen haben. Diese Anforderungen haben nicht den Anspruch, trennscharf zu sein. Sie sind unternehmensbezogen zu gewichten und gegebenenfalls zu ergänzen.

  • Das gesamte „Geschäft“ ist abzudecken. Sinnvoll ist, dass auch interne Lieferanten (zum Beispiel Instandhaltung, IT) mit einbezogen werden. Damit wird auch deren Vergleichbarkeit mit externen Leistungsanbietern wesentlich erhöht und objektiviert.
  • Die Warengruppen müssen statistisch „signifikant“ sein. Damit ist gemeint, dass sie grundsätzlich auch auswertbar sein müssen. Diese Anforderung kann in Konkurrenz zu der vorgenannten Handlungsanleitung („vierte Ebene“) stehen, insbesondere dann, wenn bei E-Class schon auf einer zweiten oder dritten Klassenebene nach „Eigenschaften“ unterschieden wird. So wird beispielsweise bei Flansch bereits auf der zweiten Ebene differenziert nach Stahl, NE-Metall, Thermoplast, Duroplast (GFK), Glas und emailliert. Für viele Anwender ist diese starke Differenzierung zu filigran, sie fassen diese Teile in eine Klasse zusammen, auch wenn es sich um eine auf der zweiten Strukturebene handelt.
  • Die Warengruppen müssen „ausgewogen“ sein. Damit ist gemeint, dass einerseits Schwerpunktbildung zu vermeiden ist, andererseits das Gebot der Wirtschaftlichkeit zu beachten ist. E-Class ist teilweise auf der vierten Ebene stark ausdifferenziert. Aus wirtschaftlichen Gründen kann es durchaus sinnvoll sein, dass für ein Unternehmen eher nebensächliche Objekte/Sachverhalte bereits einer Klasse auf der dritten Ebene zugeordnet werden. Mit „Schwerpunktbildung vermeiden“ ist gemeint, dass durchaus so lange differenziert wird, bis die Warengruppen ein jeweils homogenes Teilespektrum umfassen.
  • Die Warengruppen müssen benutzerfreundlich sein. Hier wird auf die Sprache des Benutzers abgestellt. E-Class kann die unternehmensspezifischen Begrifflichkeiten nicht abdecken. Deshalb sollten die E-Class-Benennungen durch unternehmensspezifische Schlagwörter ergänzt werden beziehungsweise die von E-Class zur Verfügung gestellten Schlagwörter um eigene ergänzt oder ersetzt werden.

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