Suchen

Risikomanagement mit „Smart Logistic Grids“

| Autor / Redakteur: Gisela Upmeyer / M. A. Benedikt Hofmann

Mit dem vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie unterstützten Forschungsprojekt „Smart Logistic Grids“ will die PSI Logistics das Risikomanagement von Supply Chains weiter vorantreiben – zum Mehrwert der Logistiknetzwerke und des Wirtschaftsstandorts Deutschland.

Firmen zum Thema

Dr. Giovanni Prestifilippo, Geschäftsführer von PSI Logistics, sprach im Rahmen der Hamburger Logistiktage zum Thema „Optimierung von Logistik-Netzwerken“.
Dr. Giovanni Prestifilippo, Geschäftsführer von PSI Logistics, sprach im Rahmen der Hamburger Logistiktage zum Thema „Optimierung von Logistik-Netzwerken“.
(Bild: GMP)

In dem von der PSI Logistics initiierten und federführend geleiteten Forschungsprojekt Smart Logistic Grids geht es darum, die Störanfälligkeit von globalen, komplexen Logistiknetzwerken in Beschaffungs-, Produktions- und Absatzmärkten zu minimieren und sie dadurch in puncto Zeiten, Kosten und Nachhaltigkeit robuster und vor allem effizienter zu machen.

Entscheidend ist dabei die verbesserte Informationsverfügbarkeit über Prozess- und Umweltereignisse. Durch sie und eine prozessuale Integration aller Wertschöpfungspartner können den Beteiligten effiziente Handlungsalternativen zur Kompensierung von Störungen und Risiken aufgezeigt werden. Dazu wurden in dem Modell mit Projektpartnern aus Wissenschaft (TU Berlin, FIR der RWTH Aachen) und Wirtschaft sowie der GS1 eine Supply-Chain-Event-Cloud und ein Supply-Chain-Operations-Room für das echtzeitfähige Risikomanagement entwickelt. Ein projektbegleitender Ausschuss mit einer großen Anzahl namhafter Unternehmen wie Schaeffler, Stute, Lufthansa, Bosch, Daimler, BMW, REWE oder Tchibo hat beratenden Input gegeben.

Dr. Giovanni Prestifilippo, Mitglied der Geschäftsführung von PSI Logistics und verantwortlich für den Bereich Logistiknetzwerke, ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen des Forschungsprojektes. Denn das Kernziel ist erreicht, im Vorfeld Beeinträchtigungen von Lieferketten über längere Zeiträume in der Supply Chain ausgleichen zu können: erstens durch die Auswertung von Verkehrs- und Wetterdaten oder sogar von politischen Daten und zweitens durch die daraus resultierende Entwicklung möglicher alternativer Handlungsoptionen. Die Feldversuche belegen, dass durch Leitstandtechnologie Lieferverzögerungen um mehr als 40 % reduziert, Ausfall- und Transportkosten um mehr als 20 % gesenkt und der CO2-Ausstoß trotzdem verringert werden kann. Die Ergebnisse dieser Feldversuche sind bereits so aussagekräftig, dass man die Software als marktreif einstufen kann.

Erfolgreicher Feldversuch

Die Praxispartner Hellmann Worldwide Logistics, TOP Mehrwert-Logistik sowie Zitec Industrietechnik haben im Feldversuch erfolgreich damit gearbeitet und wollen die Software weiter in ihrem Geschäft einsetzen. Das System funktioniert jetzt schon mit sehr hoher Verfügbarkeit, wird aber durch seinen Einsatz einen noch höheren Reifegrad bekommen.

Die im Forschungsprojekt erarbeiteten Ergebnisse wird die PSI Logistics in die Weiterentwicklung ihres bestehenden Produktportfolios einsetzen. So soll die neue Lösung im nächsten Release 2017 des „PSIglobal“ als Upgrade eingehen. Auch über ein eigenständiges Modul, welches in beiden Produkten – „PSIglobal“ und „PSItms“ – je nach Bedarf Verwendung findet, denkt man entsprechend der Produktphilosophie ebenfalls nach. Die Verschmelzung der vier Produktfamilien in der „PSI Logistics Suite“ bedeutet, dass die verschiedenen Module in allen Produktfamilien auftauchen und jeweils im anderen Kontext Funktionen übernehmen können.

Auf politischer Ebene verspricht man sich von dem Projekt und seinen offerierten Möglichkeiten einen Mehrwert für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Industrie 4.0 in die Wirtschaft zu tragen, um so im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands den Übergang in das digitale Zeitalter zu gestalten, zählt zu den Kernzielen im Wirtschaftsministerium. ■

* Gisela Upmeyer ist Geschäftsleiterin von GMP – Gesellschaft für Marketing und Public Relations. Weitere Informationen: PSI Logistics GmbH, 10178 Berlin, Tel. (0 30) 28 01 28 50, info@psilogistics.com.

(ID:44258431)