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Bildverarbeitung Sensor eröffnet neue Möglichkeiten in der Robotersteuerung

| Redakteur: Claudia Otto

Die EVT Eye Vision Technology GmbH, Karlsruhe, erweitert ihr Eye-Scan-3D-System jetzt um den Kinect-Sensor. Mit diesem soll es noch preisgünstiger möglich sein, dreidimensionale Aufgabenstellungen zu lösen. Der Sensor eignet sich beispielsweise für die Palettierung und Depalettierung oder auch für die Sortierung von Bauteilen auf dem Fließband.

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Der neue Sensor bringt Vorteile in der Palettierung, Depalettierung, Sortierung und Objekterkennung durch Roboter mit sich. Bild: EVT
Der neue Sensor bringt Vorteile in der Palettierung, Depalettierung, Sortierung und Objekterkennung durch Roboter mit sich. Bild: EVT
( Archiv: Vogel Business Media )

Das um den Sensor erweiterte System erschließt neue Anwendungsbereiche in der Robotersteuerung durch die Kombination von Tiefensensor-Kamera und normaler Kamera. Ein Anwendungsbeispiel der Systemkombination ist das Bin-Picking aber auch im Bereich des 3D-Matching können diverse Aufgabenstellungen leicht gelöst werden. Gerade die Kombination zweier verschiedener Sensorbilder erleichtert dabei das Aufnehmen von Objekten.

Die Algorithmen der Eye-Vision-3D-Software stehen dann sofort den Höhenbildern aber auch dem zusätzlich vorhandenen Graubild der Kinect Kamera zur Verfügung. Somit werde ein Konturmatching im dreidimensionalen Raum ebenso möglich wie das Auswerten von Aufdrucken im Bildfeld.

Roboter überprüfen Paletten auf Vollständigkeit

Diese Neuheit bringe vor allem in den Bereichen der Palettierung, Depalettierung, Sortierung und Objekterkennung viele Vorteile mit sich. So können die Roboter die Paletten beispielsweise ansteuern, auf ihre Vollständigkeit überprüfen und der Palette verschiedene Stückzahlen an Artikeln entnehmen, um damit anschließend eine neue Palette zu beladen.

Dem Roboter liegen über die Software umgehend alle Daten zu einem Objekt vor, wie zum Beispiel die Raumposition oder die Maße. Mithilfe der Software können die Robotergreifer dann einfach an die Greifposition gesteuert werden, um die Aufgabenstellung auszuführen.

Unkomplizierte Anbindung an Industrieroboter

Auch in der Qualitätskontrolle eröffne die Systemkombination neue Möglichkeiten. So könne der Roboter mithilfe der Software die Objekte bereits während des Greifens auf ihre Korrektheit überprüfen. Die Kommunikation zu den Robotern erfolgt über eine Bibliothek, welche die Befehlssätze für viele gebräuchliche Roboter wie Kuka, ABB, Stäubli und weitere enthält.

Die Anbindung der Software an die Industrieroboter sei dabei schnell und einfach. Das System müsse mit nur wenigen Klicks mithilfe der Software parametriert werden, schon könne jegliche Aufgabenstellung im Bereich der industriellen Bildverarbeitung gelöst werden. Zudem stehen dem System auch alle klassischen Bildverarbeitungmethoden wie Leseaufgaben (OCR/OCV, Barcode, DMC, QR-Code), Messaufgaben und vieles mehr zur Verfügung.

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