Gepäckbeförderung

Siemens erweitert seinen Tray-Baukasten

| Redakteur: Bernd Maienschein

Semi-static tilter von Siemens als Teil einer Gepäckförderanlage.
Semi-static tilter von Siemens als Teil einer Gepäckförderanlage. (Bild: SPPAL)

Siemens Postal, Parcel & Airport Logistics (SPPAL) hat sein Tray-Portfolio für Gepäckförderanlagen ergänzt. Durch ihr Design erreichen die Trays Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 10 m/s. Gleichzeitig erzielen die neuen Anlagen weltweit führende Durchsatzraten, so das Unternehmen.

So zum Beispiel bis zu 19.200 Gepäckstücke pro Stunde im Terminal 3 in Peking (China). Die Fördergurte der Trays werden über Rollen geführt, um Gleitreibung zwischen Gurt und Förderer zu vermeiden. Das deutlich reduzierte Gewicht der neuen Trays unterstützt eine weitere Absenkung der Energiekosten. Durch die robuste Konstruktion mit Führungsrolle und – je nach Modell – einer zusätzlichen Lauffläche aus Stahl ist die Abnutzung extrem gering. Damit ist die Betriebszeit überdurchschnittlich lang, was sich ebenfalls positiv auf die Lebenszykluskosten auswirkt.

Tray-Baukasten mit platzsparenden Lösungen

Um spezifische Kundenbedürfnisse optimal bedienen zu können, bietet Siemens kleine und mittelgroße Trays an. Darüber hinaus stehen Trays in Übergröße zur Verfügung, mit denen Sperrgepäck wie Surfbretter oder Skier transportiert werden können. Ein röntgenfähiges Tray ermöglicht die Einbindung von hochmodernen Geräten zur Durchleuchtung des Gepäcks, um die Sicherheit an Flughäfen weiter zu erhöhen. Alle Trays verfügen über Funkerkennung (RFID) und erreichen mit einer Zuverlässigkeit von annähernd 100 % das richtige Ziel. Die extra hohen Bordwände verhindern das Herausrutschen von Gepäckstücken und sorgen für einen besonders schonenden und sicheren Transport.

Wichtige innovative Module des Tray-Baukastens sind beispielsweise der anpassungsfähige „SmartTilter“, der extrem hohe Durchsatzraten von nahezu 3000 Trays pro Stunde ermöglicht. Oder „TilterPlus“, der Koffer auf zwei Seiten abkippt und somit zwei Fahrtrichtungen gleichzeitig bedienen kann. Das Modul ist nach Angaben von Siemens „die ideale Lösung für mittlere Kapazitäten bis zu 1500 Trays pro Stunde“.

Weiche mit durchgehender Tray-Führung

Siemens ist nach eigenen Angaben der einzige Anbieter im Markt, der eine Weiche mit einer durchgehenden Tray-Führung anbietet und dadurch höchste Geschwindigkeiten mit außergewöhnlicher Zuverlässigkeit verbindet. Der neue Eckumsetzer nimmt deutlich weniger Fläche ein als herkömmliche Kurven und ist ein entscheidender Teil des innovativen mehrgeschossigen Frühgepäckspeichers von Siemens.

Der S-Lift wiederum befördert die Trays in der Gepäckförderanlage vertikal nach oben oder unten. Damit werden die Anlagen möglichst platzsparend. Der Line Stacker stapelt leere Trays und ermöglicht eine besonders flächen- und energieeffiziente Lagerung. Das „SmarTray“ wiederum dient der automatischen Inspektion von Tray-Systemen und ist eine hervorragende Basis für die zustandsorientierte und vorbeugende Instandhaltung einer Anlage, so das Unternehmen.

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