Fördertechnik

Sparsamer dieselelektrischer Flugzeugschlepper

| Redakteur: Bernd Maienschein

Beim „TaxiBot“ wird jedes einzelne Rad von einem eigenen Elektromotor angetrieben.
Beim „TaxiBot“ wird jedes einzelne Rad von einem eigenen Elektromotor angetrieben. (Bild: Lufthansa)

Ein neu entwickeltes dieselelektrisches Schleppfahrzeug kann rund 70 % der weltweit eingesetzten Passagierflugzeuge vom Gate zur Startbahn ziehen. Weniger Lärm, längere Wartungsintervalle und vor allem ein spürbar geringerer Kerosinverbrauch sind die Resultate.

Bisher bewältigen Flugzeuge die Strecke vom Gate zur Startbahn mit eigener Turbinenkraft. Ein neues, mit Antriebstechnik von Siemens ausgestattetes Schleppfahrzeug, ein umweltfreundliches Kraftpaket, wurde jetzt für den Airbus 320 zertifiziert.

Der Antriebsstrang kommt von Siemens

Wenn wie bisher Flugzeuge die Strecke zwischen Gate und Startbahn mit eigener Turbinenkraft bewältigen, ist das unwirtschaftlich: Bis zu 1 t Kerosin wird, je nach Flugzeuggröße und Weglänge, beim sogenannten „Taxiing“ verbraucht. Deutlich effizienter geht es, die Flugzeuge über das Bugrad mit dieselekeltrisch angetriebenen Schleppern zum Start zu ziehen, denn dabei können die Triebwerke ausgeschaltet bleiben.

Solche Schlepper hat Siemens nun zusammen mit der Israel Aerospace Industries und Lufthansa Leos und der französischen TLD-Gruppe, einem Marktführer für Handling-Equipment an Flughäfen, entwickelt. Seit 2011 läuft die Gemeinschaftsarbeit an der umweltfreundlichen „Taxiing“-Lösung schon. Von Siemens stammt dabei der Antriebsstrang, bestehend aus Generatoren, Elektromotoren, Umrichtern sowie Elektronik und Software.

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Siemens

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