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Mergers & Acquisitions SSI Schäfer übernimmt Mehrheit bei Ro-Ber

Seit 1983 baut Ro-Ber Roboter. Zunächst mit klassischem Knickarm versehen, sattelte man schnell um auf Portalroboter und zog 1992 nach Kamen. Jetzt hat SSI Schäfer sein Portfolio abgerundet und ist mehrheitlich beim Industrieroboterhersteller eingestiegen.

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Die Robotik-Applikationen von Ro-Ber bieten hohes Potenzial für die ganzheitlich innovative Intralogistik – hier bei Kempf in Heddesheim.
Die Robotik-Applikationen von Ro-Ber bieten hohes Potenzial für die ganzheitlich innovative Intralogistik – hier bei Kempf in Heddesheim.
(Bild: Bild: Ro-Ber )

Die in der Regel rot lackierten „Roboter aus Berlin“ (Ro-Ber) dürften jedem Logistiker, der für das automatische Handling von palettier- und depalettierbaren Waren verantwortlich ist, ein Begriff sein. Jetzt hat Dr. Hans-Gerd Severin, der selbst 1989 zu Ro-Ber gestoßen ist und das Unternehmen heute zusammen mit Elmar Stöve als Geschäftsführer leitet, sich entschieden, kürzer zu treten. Auf der Suche nach einem geeigneten Partner ist Severin in SSI Schäfer fündig geworden, das eine Mehrheitsbeteiligung an seinem Unternehmen erworben hat – Genaueres war auf einer Pressekonferenz während der Cemat nicht zu erfahren. Nur so viel: Ro-Ber soll auch in Zukunft als völlig eigenständige Marke auftreten, also (mehr oder weniger) unabhängig bleiben. SSI Schäfer verspricht sich von der Akquise „Integrations- und Entwicklungspotenziale für hochinnovative Automatisierungslösungen“, so die Neunkirchener. Der SSI-Schäfer-Standort Giebelstadt und dort Elmar Issing als Vice President Robotics & Innovations werden beim neuen Mehrheitsgesellschafter für die Weiterentwicklung und Integration der Portalroboter verantwortlich sein. „Hinsichtlich Kundenkreis und Branchen haben SSI Schäfer und Ro-Ber viele Gemeinsamkeiten am Markt“, sagt Severin. „Die konzeptionelle Einbindung unserer standardisierten Robotersysteme ergänzen das Produktportfolio von SSI Schäfer insbesondere bei der End-of-Line-Palettierung und in Kommissionieranlagen hervorragend.“

Portalroboter sind das Non-Plus-Ultra im Materialfluss

Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren bereits internationale Großprojekte mit Portalrobotertechnologie partnerschaftlich umgesetzt, wie es heißt. Aktuelles Beispiel ist das Getränkelager der A. Kempf Getränkegroßhandel GmbH in Heddesheim, einer 100%igen Tochterfirma der Edeka Handelsgesellschaft Südwest mbH. Dort wurde unter anderem eine moderne Portalroboter-gestützte Schnelldreher-Kommissionierung realisiert.

Die von Ro-Ber gefertigten Portalroboter verfügen über einen Arbeitsbereich von 15 bis 40 m und können mit ihrer idealen Kinematik Waren mit Gewichten von bis zu 1000 kg bewegen. Ganz stark ist man auch bei Greifern, so Severin. Besonders erwähnenswert seien die Depalettieranwendungen. Im Materialfluss ist der Portalroboter seinen Worten zufolge das Non-Plus-Ultra, dem Gelenkarmroboter weit überlegen.

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