Risikomanagement

Unterbrechungen der Lieferkette verursachen Schäden in Millionenhöhe

| Redakteur: Sebastian Hofmann

Plötzliche Unterbrechungen der Lieferkette haben Ausfallzeiten zufolge, die in anstrengender Arbeit wiedergutgemacht werden müssen.
Plötzliche Unterbrechungen der Lieferkette haben Ausfallzeiten zufolge, die in anstrengender Arbeit wiedergutgemacht werden müssen. (Bild: ©AdobeStock, Gilles Lougassi)

Eine Studie des Bundesverbands BME und Riskmethods hat herausgefunden, dass deutsche Unternehmen auf plötzliche Unterbrechungen in ihrer Lieferkette nur unzureichend vorbereitet sind. Dabei kam es bei fast drei Viertel aller Befragten im letzten Jahr mindestens einmal zu Problemen.

Deutsche Betriebe sind nicht hinreichend auf unerwartete Unterbrechungen ihrer Lieferkette vorbereitet. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Supply Chain Risk Management – Herausforderungen und Status Quo“ des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) und Riskmethods. Und das obwohl eine deutliche Mehrheit der Befragten in den letzten zwölf Monaten mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatte. Nur ein Fünftel der Teilnehmer hat systematische und ganzheitliche Maßnahmenpläne für den Notfall parat. Auch werden der Untersuchung zufolge Sub-Lieferanten zu selten ins Risiko-Supply-Chain-Management aufgenommen.

Was ist Supply Chain Management? Definition, Beispiel & Ziele!

Lieferkettenmanagement

Was ist Supply Chain Management? Definition, Beispiel & Ziele!

07.06.17 - Komplexe Produktions- und Lieferprozesse stellen Unternehmen vor große Herausforderungen. Erfahren Sie jetzt, wie Sie mit SCM wieder Herr der Lage werden. lesen

„Trotz enormer potenzieller Kosten in Millionenhöhe überwachen Betriebe die Risiken ihrer Lieferkette nicht ausreichend“, erzählt Heiko Schwarz, einer der beiden Gründer und Geschäftsführer von Riskmethods. „Über 80 % sehen die Gründe für Lieferkettenunterbrechungen bei direkten Zuliefern. Jedoch haben 41 % der Störungen ihren Ursprung in Sub-Lieferanten-Strukturen.“ Andere Ursachen für Störungen lägen in einem Drittel der Fälle bei den eigenen Produktionsstätten, 18 % bei logistischen Knotenpunkten wie Häfen oder Flughäfen. Daher sei es besonders ratsam, die gesamte Lieferkette im Blick zu haben.

Risikomanagement lässt stark zu wünschen übrig

„Ganz generell bleibt das Supply Chain Risk Management in Unternehmen derzeit weit hinter den technischen Möglichkeiten zurück“, fasst die Studie von Riskmethods und dem BME ernüchternd zusammen. Nicht weniger als 80 % der befragten Betriebe haben entweder unzureichende oder gar keine Maßnahmenpläne für die wichtigsten Gefahrenquellen aufgestellt. Zwei Drittel überwachten Risiken manuell, beziehungsweise nur in geringem Maße automatisiert. „Die gesamte Lieferkette im Auge zu behalten, ist geschäftsentscheidend für Fertigungsunternehmen“, warnt Schwarz. „An einem vollautomatisierten, ganzheitlich aufgebauten System für das Supply Chain Risk Management führt gerade in einer globalisierten Welt kein Weg mehr vorbei.“

Hier gibt's weitere Beiträge vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik!

Kommentare werden geladen....

Wertvolle Kommentare smarter Leser

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44997432 / Management)