Dispositionsgröße Energie
Warum E-Lkw-Flotten mehr brauchen als öffentliche Schnelllader

Von Melanie Falkenstern * 4 min Lesedauer

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Wenn morgens in einer Spedition die ersten Touren geplant werden, geht es längst nicht mehr nur um Lieferfenster, Fahrzeiten und Fahrzeugverfügbarkeit. Bei elektrischen Lkw kommt eine weitere Dispositionsgröße hinzu: der Ladezustand der Batterie.

Mit elektrisch angetriebenen Lastkraftwagen wird Energie Teil der täglichen Einsatzplanung und zur neuen Dispositionsgröße.(Bild:  Shell)
Mit elektrisch angetriebenen Lastkraftwagen wird Energie Teil der täglichen Einsatzplanung und zur neuen Dispositionsgröße.
(Bild: Shell)

Mit der Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs verändert sich die Planungspraxis in Speditionen und Handelsflotten. Wo früher Fahrzeuge, Fahrer, Rampenslots und Routen disponiert wurden, müssen heute auch Ladefenster und verfügbare Ladepunkte in die Tourenplanung einbezogen werden. Für Logistikunternehmen entscheidet sich die Wirtschaftlichkeit elektrischer Lkw deshalb nicht allein an der Zahl öffentlicher Ladepunkte. Entscheidend ist, wie sich das Laden ohne zusätzliche Standzeiten in bestehende Transportabläufe integrieren lässt. Im Straßengüterverkehr gilt schließlich eine einfache Regel: Das Fahrzeug muss rollen.

Jede ungeplante Standzeit kostet Geld. Jede Verzögerung wirkt sich auf nachgelagerte Prozesse aus. Und jede zusätzliche Komplexität landet früher oder später in der Kalkulation des Fuhrparks. Deshalb rückt mit der Elektrifizierung ein Thema in den Fokus, das lange nur eine Nebenrolle spielte: die Ladeplanung als Teil der Tourenplanung.