Robotergestützte Automatisierung ABB identifiziert Robotiktrends für 2022

Quelle: ABB / Redakteurin: Dorothee Quitter

Die Nachfrage nach Robotern wächst und erreicht nach der Pandemie auch neue Branchen. ABB hat Wachstumsprognosen erstellt und dabei drei Trends identifiziert, die nach Meinung des Unternehmens den Robotikbedarf im laufenden Jahr dominieren werden.

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Der anhaltende E-Commerce-Boom wird zu einer Zunahme leichterer, kleinerer Robotikanwendungen führen, die die Expansion der Automatisierung in neue Bereiche der Lagerhaltung und Distribution ermöglicht.
Der anhaltende E-Commerce-Boom wird zu einer Zunahme leichterer, kleinerer Robotikanwendungen führen, die die Expansion der Automatisierung in neue Bereiche der Lagerhaltung und Distribution ermöglicht.
(Bild: ABB)

Weil Unternehmen aus den unterschiedlichsten Branchen nach neuen Möglichkeiten suchen, um ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit nach der Pandemie zu steigern, wächst die Nachfrage nach Robotern. „Die Pandemie hat einige weitreichende globale Megatrends beschleunigt – vom Arbeitskräftemangel und der Unsicherheit in der Lieferkette über den Wunsch der Kunden nach mehr Individualisierung bis hin zum wachsenden Druck, nachhaltiger und flexibler produzieren zu müssen. Dies veranlasst immer mehr Unternehmen dazu, auf robotergestützte Automatisierung zu setzen“, sagt Marc Segura, neuer Leiter der globalen Robotics-Division von ABB. „Während die Technologie neue Möglichkeiten eröffnet, um Kundenanforderungen gerecht zu werden, werden weiterhin neue Trends in Bereichen für eine verstärkte Nachfrage sorgen, in denen traditionell keine Roboter zum Einsatz kamen.“

Auf der Basis von Kundengesprächen, Marktforschungen und einer weltweiten Umfrage unter 250 Unternehmen aus verschiedenen Branchen hat ABB drei Haupttrends identifiziert, die die Nachfrage nach Robotern im Jahr 2022 bestimmen werden.

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Trend 1: Verstärkte Produktion von E-Fahrzeugen

Da viele Länder die Produktion von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren in den kommenden zehn Jahren herunterfahren oder ganz einstellen wollen, gewinnen Elektrofahrzeuge zunehmend an Bedeutung. Hersteller und ihre Lieferketten sind mit einer komplexen Diversifizierung konfrontiert, die sowohl E-Fahrzeuge als auch Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor einschließt, um die unterschiedlichen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Einführung von E-Fahrzeugen auf der ganzen Welt zu erfüllen.

Die dazu erforderliche Geschwindigkeit und Flexibilität werden sowohl neue als auch etablierte Hersteller veranlassen, der traditionellen linearen Fertigung den Rücken zu kehren und sich einer modularen, flexiblen Produktion zuzuwenden. „Im Zuge dieses Wandels werden auch zunehmend Roboter in Kombination mit anderen Technologien, einschließlich autonomer mobiler Roboter (AMR), zum Einsatz kommen“, sagt Marc Segura. Dies biete Herstellern die Möglichkeit, die Bereitstellung von Komponenten anlagenübergreifend zu optimieren sowie integrierte, skalierbare und modulare Produktionszellen zu nutzen.

Trend 2: Der E-Commerce-Boom hält an

Die gestiegenen Konsumentenerwartungen veranlassen Unternehmen dazu, neue Wege zur Deckung der Nachfrage zu finden, neue Kanäle für den Omnichannel-Handel zu entwickeln und Produktionslinien und Vertriebsprozesse so anzupassen, dass personalisierte Produkte fristgerecht zugestellt werden können. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, wurden weltweit bereits Tausende von Robotern dort installiert, wo noch vor fünf Jahren kein Roboter im Einsatz war. Angetrieben durch aktuelle Verbrauchertrends und den wachsenden Arbeitskräftemangel wird sich diese rasche Intensivierung der Automatisierung im Jahr 2022 fortsetzen.

ABB ist sich sicher, dass dieser Trend zu einer Zunahme leichterer, kleinerer Robotikanwendungen führen wird, die die Expansion der Automatisierung in neue Bereiche der Lagerhaltung und Distribution ermöglicht. Selbstlernende Roboter könnten zusammen mit AMR-Lösungen eingesetzt sowie durch intelligente Software koordiniert und gelenkt werden, heißt es. Eine höhere Flexibilität, Geschwindigkeit und Effizienz als Ziel.

Trend 3: Intelligente Automatisierung in neuen Bereichen

Die Möglichkeit, dass Roboter direkt neben Menschen arbeiten, Aufgaben teilen und mithilfe von KI lernen können, macht es für Unternehmen leichter, eine intelligente Automatisierung in neuen Bereichen wie dem Bauwesen, medizinischen Laboren, Restaurants und dem Einzelhandel zu realisieren. Das Ergebnis ist ein vermehrter Einsatz von kleinen, erschwinglichen und nutzerfreundlichen Cobots in der allgemeinen Industrie und in kleinen und mittleren Unternehmen, da dort neue Möglichkeiten zur Automatisierung verschiedener Aufgaben gesucht werden.

„Über 2022 hinaus sehen wir, dass Konnektivität und Datenerfassung immer mehr in den Vordergrund rücken und zu den wichtigsten Faktoren für die Fertigung der Zukunft gehören“, erklärt Marc Segura. Laut ABB werden Hersteller in der Lage sein, die Daten aus intelligent automatisierten Prozessen zu analysieren, um fundiertere Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig werden reaktionsschnelle Softwaretools für die Simulation und Programmierung den gesamten Roboterlebenszyklus – von der Inbetriebnahme bis hin zum laufenden Betrieb – abdecken und die Automatisierung mithilfe von AR- und VR-Tools vereinfachen.

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