Forschung & Entwicklung An der Intralogistik der Zukunft forschen

Konkurrenz und Wettbewerb beleben das Geschäft, heißt es. Doch es gibt auch ein Stadium davor: die vorwettbewerbliche Gemeinschaftsforschung, wie sie etwa in der Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) praktiziert wird. Jetzt wurden dort drei neue Förderanträge aufgegleist.

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Seit 2007 ist die Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und realisiert so Projekte auch durch öffentliche Fördermittel.
Seit 2007 ist die Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen (AiF) und realisiert so Projekte auch durch öffentliche Fördermittel.
(Bild: ©NDABCREATIVITY - stock.adobe.com)

Im Mittelpunkt der IFL stehen Trends und künftige Technologien der Intralogistik. Zusätzlich zu den 18 laufenden Forschungsprojekten in der Forschungsgemeinschaft wurden in einer Sitzung des Wissenschaftlichen Beirats jetzt die Förderanträge für drei zusätzliche Projekte an den Start gebracht.

Wir sind thematisch sehr breit aufgestellt: von der virtuellen Sichtverbesserung beim Gabelstapler über dynamische Regalbelastungen in Shuttle-Systemen bis hin zum Drohneneinsatz für Materialtransporte.

Dr. Oliver Kempkes, Vorsitzender der IFL

Wie der zuständige VDMA-Fachverband Fördertechnik und Intralogistik mitteilt, würden die drei Projektskizzen, mit denen sich die IFL über die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen Otto von Guericke e. V. um die Fördertöpfe bemüht, die „Heterogenität der Branche“ dokumentieren.

Die Förderanträge und Projekte im Einzelnen:

  • „Konzeption und Evaluation eines mobilen Handhabungsroboters zur ortsungebundenen Kommissionierung in der Lebensmittelwirtschaft“ (RWTH Aachen/Institut für Unternehmenskybernetik und Hochschule Ruhr West/Institut Mess- und Sensortechnik);
  • „Verbesserung der strukturmechanischen Eigenschaften von balkenähnlichen Systemen auf Aluminiumbasis am Beispiel von Brückenkranen“ (Karlsruher Institut für Technologie (KIT));
  • „Konzeptionierung eines Ladeinfrastruktursystem-Standards für fahrerlose Transportsysteme“ (ebenfalls KIT).

Die Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) agiert inzwischen in einem Netzwerk, das aus 35 Forschungseinrichtungen besteht. Die eingereichten Projektvorschläge werden vom Wissenschaftlichen Beirat geprüft, der dann darüber entscheidet, ob ein Förderantrag bei der AiF eingereicht oder ob das Forschungsvorhaben mit Eigenmitteln des IFL finanziert wird. Kempkes macht Mut: „Wir sind jederzeit offen für neue Vorschläge und Einrichtungen. Insofern können wir Forschungsinstitute nur ermuntern, Projektideen mit Intralogistikschwerpunkten bei der IFL vorzustellen.“

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