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Frachtverkehr Angebote für Containertransporte in Echtzeit

Auf der Website des Berliner Startups FreightHub können Kunden ganz einfach aktuelle Angebote vergleichen und mit ein paar Klicks Container buche, verschiffen und per Lkw zum Bestimmungsort transportieren lassen.

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Das FreightHub-Team (v.l.): Erik Muttersbach, Ferry Heilemann, Michael Wax und Dr. Fabian Heilemann.
Das FreightHub-Team (v.l.): Erik Muttersbach, Ferry Heilemann, Michael Wax und Dr. Fabian Heilemann.
(Bild: FreightHub)

Am 1. August 2016 startet nach einer dreimonatigen Testphase der reguläre Betrieb der ersten „volldigitalen Frachtspedition Europas“ FreightHub. Kunden melden sich bei FreightHub an und werden freigeschaltet. Dann können sie jederzeit aus diversen Verbindungen auswählen, die in einer Datenbank auf dem Portal hinterlegt sind. Dafür haben die Techniker des Startup-Unternehmens einen Algorithmus entwickelt. Nach der Eingabe von Absende- und Zielort erscheint eine Überischt über alle verfügbaren Transportunternehmen mit Informationen über die komplett transparenten Kosten, die Dauer des Transports, der geschätzten Ankunftszeit (Estimated Time of Arrival, ETA) und der voraussichtlichen Abfahrtszeit (Estimated Time of Departure, ETD). Außerdem hat FreightHub eigenen Angaben zufolge ein System entwickelt, mit dem sich die Angebote der derzeit 14 größten Carrier – unter ihnen Hamburg Süd, Maersk und Evergreen – nach den verschiedenen Kriterien abfragen lassen.

Zoll, Vor- und Nachlauf gehören zum Angebot

Wie aus einer Pressemeldung hervorgeht, werden „alle Daten in kurzen Zeitabständen aktualisiert“ – die Erstellung eines Angebots erfolge innerhalb von Sekunden. Der Kunde könne zwischen durchschnittlich 80 bis 100 unterschiedlichen Möglichkeiten die für ihn beste Option auswählen. FreightHub-CEO Ferry Heilemann: „Das System zeigt beispielsweise, dass es mitunter günstiger oder schneller ist, wenn das Schiff einen Hafen weiter fährt.“ Zu den Partnern gehören außerdem die relevanten Zollbehörden und Lkw-Fuhrunternehmen, um die Waren beispielsweise von der Fabrik zum Containerhafen im Lieferland oder vom Zielhafen zum Logistikzentrum des Kunden zu bringen. Die Kontakte zu den heutigen Kooperationspartnern von FreightHub aus der Schifffahrt und Logistik bauen Ferry Heilemann und sein Bruder Fabian seit Jahren persönlich auf.

Information, Entscheidung, Auftrag – der Kunde kann den gesamten Transport online abwickeln und über ein Dashboard rund um die Uhr verfolgen. FreightHub übernimmt die notwendigen Formalitäten wie Zollbescheinigungen und Transportversicherungen. E-Mails informieren auf Wunsch automatisch über den Verlauf des Transports.

Digitalisierung der Logistik absolutes Zukunftsthema

In der Anfangsphase will sich das Berliner Start-Up auf die Verbindung zwischen Asien und Europa konzentrieren und bedient hierbei alle gängigen Häfen. „2016 wollen wir die ersten 500 Container verschiffen“, gibt Ferry Heilemann vor. Nächstes Jahr soll es bereits eine fünfstellige Anzahl an Containern sein. Heilemann zum Unternehmensziel: „Mit FreightHub soll das gesamte Shipping schneller, einfacher und preiswerter werden – zu Wasser, auf dem Land und in der Luft.“ Er ist überzeugt: „Die Digitalisierung der Logistik-Industrie ist global eines der heißesten Themen für die nächsten zehn bis 20 Jahre.“

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