Kühlketten-Compliance ist für Logistiker im Umfeld von Food, Pharma und Chemie eine kontinuierliche Herausforderung. Zu denken ist an operative Vorgänge ebenso wie an Temperatur-Monitoring und Reporting. Wenn Transporteure es richtig angehen, erfüllen sie Vorschriften beim Transport und im Umschlag dennoch mit einfachen Mitteln. Automatisierung lautet das Stichwort – und digitale Systeme bilden die Grundlage.
Temperatur-Compliance über die gesamte Kühlkette ist mit einfachen Mitteln möglich. Das Stichwort lautet Automatisierung.
(Bild: iStock/mashuk)
In der Kühllogistik ist alles eine Frage der richtigen Temperatur. Doch ist zu klären, wie die Einhaltung von Vorschriften über die gesamte Transportkette gewährleistet wird. Standardisiert sind unterschiedliche Ansätze: So sind es bei Spezialtransporten hochentwickelte Verpackungsmaterialien wie Kühlaggregate, die effektiv absichern. Allerdings ist der Aufwand dabei hoch, ebenso wie die Kosten. Bei klassischen Transporten in Kühlfahrzeugen wird die Temperatur durch Kühlzonen konstant gehalten – oft geschieht dies durch Trennwände im Fahrzeug. Auch im Depot werden unterschiedliche Temperaturbereiche definiert. Die dortigen Mitarbeiter können dem Scanner entnehmen, wo die Ware zu platzieren ist.
Menschen machen Fehler
Abweichungen kommen dank der Prozessunterstützung zwar nur noch selten vor. Meist sind sie bedingt durch den „Fehlerfaktor Mensch“ – etwa wenn ein in der Be- oder Entladung tätiger Mitarbeiter versehentlich doch die falsche Kühlzone gewählt hat oder durch technische Pannen, zum Beispiel durch fehlerhafte Temperaturregelung von Kühlsystemen. Die Lösung liegt in Systemen, die bei Abweichungen direkt Alarm schlagen – basierend auf der Dokumentation durch ein Transport-Management-System (TMS). Aus dieser Dokumentation geht hervor, in welcher Kühlzone sich welche Packstücke befinden. Ebenso werden damit sämtliche Temperaturverläufe zentral verfügbar.
Compliance kann teuer werden
Ermöglicht werden Alarme durch den automatisierten Echtzeitvergleich des definierten Temperaturbereichs und der tatsächlichen Temperatur der Kühlzone, in der sich das Packstück gerade befindet. So lassen sich Fehler korrigieren, bevor weitreichende Konsequenzen daraus resultieren und Sendungen aufgrund von Abweichungen unter Umständen vollständig oder teilweise vernichtet werden müssen. Mechanismen wie dieser sind nicht nur in Fahrzeugen mit unterschiedlichen Temperaturzonen anwendbar, sondern ebenso in Umschlaghallen.
Gleichsam mit operativen Anforderungen gelten auch beim Monitoring hohe Standards: So muss die Kühlkette nach gesetzlichen Vorgaben über den gesamten Transport hinweg transparent sein. Die Dokumentation ist für den Fall einer Überprüfung nach definierten Kriterien vorzuhalten – so wollen es regulatorische Vorschriften. Spätestens hier stehen Logistiker vor großen Herausforderungen: Jede manuelle Datenabfrage und -auswertung bedeutet einen immensen zusätzlichen Aufwand für Controller: Häufig müssen zunächst händisch Zahlen herausgesucht werden, um daraus Übersichten, wie etwa Temperaturkurven, zu generieren. Mit veralteten Systemen (legacy systems) drohen Compliance-Regelungen zu einer teuren Angelegenheit zu werden.
Temperaturkurven von allen Stationen der Transportkette erzeugen
Doch mit automatisierten Temperatur-Monitoring-Lösungen können Logistiker heute effektiv gegensteuern. So überwachen moderne Systeme die Temperaturdaten für jedes Packstück jederzeit – mithilfe des genauen Aufenthaltsorts. Dazu gehört neben dem Transport auch das gesamte Crossdocking. Überall gilt: Wenn das TMS per API Zugriff auf die Temperaturverläufe von Telematikprovidern, wie etwa Orbcomm oder Naocom, hat, ist ein Reporting auf Sendungsebene möglich. Durch einen einfachen Mausklick lassen sich fertig aufbereitete Temperaturkurven von allen Stationen der Transportkette herstellen und in einer PDF-Datei ausgeben. Dies funktioniert, ohne dass ein Mitarbeiter den Sendungsverlauf aus unterschiedlichen Datenquellen rekonstruieren und einer überbordenden Temperaturdatenmenge zuordnen muss. Auch werden Excursions, das Verlassen des Temperaturzielbereichs, im Detail nachvollziehbar. Für interne Auswertungen ist der Abruf von dezidierten Temperaturberichten ebenso wie im Falle behördlicher Kontrollen in Sekundenschnelle möglich. ■
Stand: 08.12.2025
Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, dass wir verantwortungsvoll mit Ihren personenbezogenen Daten umgehen. Sofern wir personenbezogene Daten von Ihnen erheben, verarbeiten wir diese unter Beachtung der geltenden Datenschutzvorschriften. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Einwilligung in die Verwendung von Daten zu Werbezwecken
Ich bin damit einverstanden, dass die Vogel Communications Group GmbH & Co. KG, Max-Planckstr. 7-9, 97082 Würzburg einschließlich aller mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen (im weiteren: Vogel Communications Group) meine E-Mail-Adresse für die Zusendung von redaktionellen Newslettern nutzt. Auflistungen der jeweils zugehörigen Unternehmen können hier abgerufen werden.
Der Newsletterinhalt erstreckt sich dabei auf Produkte und Dienstleistungen aller zuvor genannten Unternehmen, darunter beispielsweise Fachzeitschriften und Fachbücher, Veranstaltungen und Messen sowie veranstaltungsbezogene Produkte und Dienstleistungen, Print- und Digital-Mediaangebote und Services wie weitere (redaktionelle) Newsletter, Gewinnspiele, Lead-Kampagnen, Marktforschung im Online- und Offline-Bereich, fachspezifische Webportale und E-Learning-Angebote. Wenn auch meine persönliche Telefonnummer erhoben wurde, darf diese für die Unterbreitung von Angeboten der vorgenannten Produkte und Dienstleistungen der vorgenannten Unternehmen und Marktforschung genutzt werden.
Meine Einwilligung umfasst zudem die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse und Telefonnummer für den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern wie z.B. LinkedIN, Google und Meta. Hierfür darf die Vogel Communications Group die genannten Daten gehasht an Werbepartner übermitteln, die diese Daten dann nutzen, um feststellen zu können, ob ich ebenfalls Mitglied auf den besagten Werbepartnerportalen bin. Die Vogel Communications Group nutzt diese Funktion zu Zwecken des Retargeting (Upselling, Crossselling und Kundenbindung), der Generierung von sog. Lookalike Audiences zur Neukundengewinnung und als Ausschlussgrundlage für laufende Werbekampagnen. Weitere Informationen kann ich dem Abschnitt „Datenabgleich zu Marketingzwecken“ in der Datenschutzerklärung entnehmen.
Falls ich im Internet auf Portalen der Vogel Communications Group einschließlich deren mit ihr im Sinne der §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen geschützte Inhalte abrufe, muss ich mich mit weiteren Daten für den Zugang zu diesen Inhalten registrieren. Im Gegenzug für diesen gebührenlosen Zugang zu redaktionellen Inhalten dürfen meine Daten im Sinne dieser Einwilligung für die hier genannten Zwecke verwendet werden. Dies gilt nicht für den Datenabgleich zu Marketingzwecken.
Recht auf Widerruf
Mir ist bewusst, dass ich diese Einwilligung jederzeit für die Zukunft widerrufen kann. Durch meinen Widerruf wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund meiner Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt. Um meinen Widerruf zu erklären, kann ich als eine Möglichkeit das unter https://contact.vogel.de abrufbare Kontaktformular nutzen. Sofern ich einzelne von mir abonnierte Newsletter nicht mehr erhalten möchte, kann ich darüber hinaus auch den am Ende eines Newsletters eingebundenen Abmeldelink anklicken. Weitere Informationen zu meinem Widerrufsrecht und dessen Ausübung sowie zu den Folgen meines Widerrufs finde ich in der Datenschutzerklärung, Abschnitt Redaktionelle Newsletter.
* Dr. Margit Sturm ist Product Owner Cadis Global Solutions bei der Kratzer Automation AG in 85716 Unterschleißheim, Tel. +49 89 321520, info@kratzer-automation.com