Suchen

Logistik-Awards BME-Innovationspreis 2018 an Meyer Werft

Die Papenburger Meyer Werft wurde vom Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) mit dem BME-Innovationspreis 2018 für sein risikoorientiertes Lieferantenmanagementkonzept ausgezeichnet.

Firmen zum Thema

Die „AIDAnova“ der Papenburger Meyer Werft ist das erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit Flüssigerdgas (LNG) gefahren werden kann.
Die „AIDAnova“ der Papenburger Meyer Werft ist das erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit Flüssigerdgas (LNG) gefahren werden kann.
(Bild: Meyer Werft)

Die Meyer Werft baut Kreuzfahrtschiffe für den internationalen Markt mit einem Beschaffungsanteil von über 75 %. Über 15 Mio. Einzelteile werden pro Schiff verbaut, 800 Lieferanten und Dienstleister müssen pro Neubau koordiniert werden. Ein zuverlässiger und eng vernetzter Lieferantenstamm ist dabei die Grundvoraussetzung für die langfristige Standortsicherung der familiengeführten Werft und ein erfolgreiches Agieren auf dem Markt. Das niedersächsische Unternehmen beschäftigt 3450 Mitarbeiter. Es erhält den diesjährigen BME-Innovationspreis für sein risikoorientiertes Lieferantenmanagementkonzept.

Mehr Aufträge, zunehmende Komplexität

Anlass für die Konzeption und Umsetzung eines neuen Lieferantenmanagementkonzeptes ist die massive Steigerung der Ausbringungsmenge der Werftengruppe, die sowohl auf der Erhöhung der Anzahl jährlicher Schiffsablieferungen als auch auf den steigenden Schiffsgrößen beruht. Hinzu kommt die zunehmende Komplexität der Neubauten, wie etwa dem LNG-Antrieb, oder auch von innovativen Entertainmentneuheiten, welche eine intensive Partnerschaft mit den Lieferanten über alle Realisierungsphasen erfordern.

Gleiches gilt in Bezug auf das langfristige Auftragsbuch mit einer Reichweite bis in das Jahr 2023, welches neben der erfreulichen langfristigen Auslastung auch Risiken hinsichtlich einer langfristigen Versorgungssicherheit und den zukünftigen Baukosten aufweist.

Konzeptkoordination durch eigenen Fachbereich

Das Lieferantenmanagementkonzept wurde daher unter Einbindung aller Schnittstellen der mit den Lieferanten in Kontakt stehenden Abteilungen aufgestellt. Erstmals erfolgte dabei ein komplett risikoorientierter Ansatz, sodass in allen Phasen der Zusammenarbeit mit dem Lieferantenstamm risikoabwendende Maßnahmendefinitionen erfolgen können – sowohl auf operativer Ebene als auch strategisch abhängig von den Beschaffungsmärkten.

Ausgehend vom bestehenden Lieferantenmanagement wurde Anfang 2017 systematisch mit einer Neukonzeption begonnen. Ein eigens dafür geschaffener Fachbereich – direkt an die Geschäftsleitung im Einkauf angesiedelt – koordiniert dabei die Umsetzung des Konzeptes. Seit dem Frühjahr 2018 erfolgt die gruppenweite Implementierung des Gesamtkonzepts.

Lieferanten stärker einbinden

Klaus Lübbers, Chief Procurement Officer und Executive Board Member der Meyer Werft: „Unser Lieferantennetzwerk verantwortet 75 % des Wertschöpfungsanteils unserer Projekte. Durch die Neuausrichtung unseres risikoorientierten Lieferantenmanagements binden wir dieses Netzwerk stärker ein und optimieren gemeinsam unsere Performance.“

Weitere Beiträge des Unternehmens:

BME

(ID:45604428)